Der Landschaftspflegeverband Kitzingen hatte viel zu tun: knapp sechs Kilometer Amphibienzäune hat er aufgestellt und 8250 Tiere über Straßen getragen.
Neben zahlreichen Entscheidungen stand der Rechenschaftsbericht von Geschäftsführer Markus Schmitt bei der Vorstandssitzung des Landschaftspflegeverbandes (LPV) Kitzingen im Großen Sitzungssaal des Landratsamts Kitzingen im Mittelpunkt.
Zögerliche Geldzuweisungen
Bayernweit standen 14 Millionen Euro für Landschaftspflege und Maßnahmen in den Naturparks zur Verfügung. Wegen zögerlicher Geldzuweisungen konnten allerdings einige Maßnahmen erst verspätet genehmigt werden.
Geschäftsführer Schmitt sprach von einem zunächst sehr feuchten und kühlen Jahr, in dem sich der Sommer erst ab August von der schönsten Seite gezeigt habe. Herbst und Winter seien im Landkreis sehr trocken verlaufen, aber kalt. Die Jahresdurchschnittstemperatur habe den langjährigen Mittelwert um 0,7 Grad überschritten, die Niederschlagsmenge lag bei 550 Millimeter und damit bei 92 Prozent des langjährigen Durchschnitts.
Drittes Jahr mit weniger Regen
Das Jahr 2016 sei damit das dritte Jahr in Folge, in dem weniger Regen als im Durchschnitt der letzten 30 Jahre verzeichnet wurde. Das habe Auswirkungen auf Grundwasser, Landwirtschaft und Feuchtbiotope im Landkreis.
1#googleAds#100x100
Für den Amphibienschutz wurden knapp sechs Kilometer Amphibienzäune aufgestellt und 8250 Tiere auf dem Weg zu den Laichgewässern über Straßen getragen. Zwischen Marktbreit und Gnodstadt wurden 400 Meter Amphibienschutzzaun neu errichtet.
Die Naturschutzgebiete wurden 2016 termingerecht gepflegt und im Astheimer Dürringswasen wurden Ginster, Kiefer und Eiche verringert für den Erhalt von Sandmagerrasen. Im Marktstefter Tännig hat sich die Optimierung der Laichbiotope für Kreuzkröten bewährt, es wurden wieder zahlreiche Kaulquappen beobachtet.
Trockener Sommer: Pflanzen wuchsen weniger
Der trockene und warme Hochsommer verringerte das Pflanzenwachstum, so dass auf den mageren Wiesen und Sandstandorten bei der Mahd zwar eine große Aufwuchsmenge vorhanden war, sich ein zweiter Schnitt aber erübrigte.