Albin Schiffmeyer aus Seinsheim feierte am Samstag seinen 80. Geburtstag. Da stand das Telefon nicht still, denn der Jubilar ist nicht nur in den örtlichen Vereinen, sondern über den Ort hinaus bekannt.

"Wenn’s so weitergeht, bin ich sehr zufrieden", meint er und lacht. Denn außer, dass jetzt die Acht bei seinem Alter vorne steht, habe sich nicht viel geändert. "Ich kann noch alle Arbeiten machen", erzählt er zufrieden aus seinem Leben.

Albin Schiffmeyer wurde am 7. August 1941 als jüngstes Kind – zuvor waren zwei Mädchen auf die Welt gekommen – von Rosa und Kaspar Schiffmeyer geboren. Nach der Schule half er auf dem elterlichen Hof mit. 1963 heiratete er Monika Brückner aus Hüttenheim. Zuerst arbeitete er als Lkw-Fahrer, dann über zehn Jahre als Autokranfahrer. Von 1974 bis 1977 absolvierte der Jubilar die Ausbildung zum Landmaschinenmechaniker. Von 1979 bis zu seiner Rente war er als Betriebsschlosser bei der Firma Knauf beschäftigt.

Musik war sein Leben: Mit zehn Jahren lernte Albin Schiffmeyer Trompete bei seinem Patenonkel, der auch Albin Schiffmeyer hieß. Nach ein paar Jahren durfte er in der Kirchenmusik mitspielen. Aus den Kirchenmusikanten entwickelte sich die Blasmusikgruppe, die im Ort zu Geburtstagen und kleineren Anlässen spielte.

Sogar in den USA gespielt

Nachdem Albin Schiffmeyer schon 1963 die vierköpfige Kapelle "La Paloma" ins Leben gerufen hatte, die vier bis fünf Jahre spielte, gründete er 1974 die später überall bekannten Seinsheimer Musikanten. Die Musiker hatten weit über die Landkreisgrenzen hinaus Auftritte, zum Beispiel in Hannover, Göttingen, bis München, Augsburg, Nürnberg und Österreich.

1985 waren die Musikanten sogar fünf Wochen in Amerika. "In Los Angeles spielten wir zum Oktoberfest auf", erinnert sich der Jubilar. Doch dann, mitten in der Hochzeit der Seinsheimer Musikanten, erfolgte nach 20 Jahren 1995 deren Auflösung.

Danach dirigierte Albin Schiffmeyer für 20 Jahre die Bergmannskapelle Knauf. Dafür dankte auch Nikolaus Knauf in sehr persönlichen Worten in seiner Glückwunschkarte. 

Bis heute ist der Jubilar mit Kirchen- und Blasmusik im Ort aktiv. Auch seine Kinder, ein Sohn und eine Tochter, und seine drei Enkelkinder machen Musik. "Es liegt im Blut", freut sich der Vater und Großvater.

Zu den vielen Gratulantinnen und Gratulanten zählten auch Bürgermeisterin Ruth Albrecht, die Schiffmeyer einen druckfrischen Weinparadieskalender für 2022 schenkte, und Pater Wilson Packiam.