Die Gefahr der Einführung einer Pferdesteuer in Prichsenstadt - ein Novum in Bayern - scheint seit der Stadtratssitzung im Februar gebannt. Dieter Hofmann bleibt dennoch vorsichtig.
Die Gefahr der Einführung einer Pferdesteuer in Prichsenstadt – ein Novum in Bayern – scheint seit der Stadtratssitzung im Februar gebannt. Trotzdem setzt Dieter Hoffmann vom Rosshof in Haidt lieber auf Vorbeugung: Am Montagmorgen übergab der Pferdezüchter eine Liste mit 1830 Unterschriften gegen die Steuer an Landrätin Tamara Bischof.
Auslöser der Aktion Hoffmanns gegen ein kommunales Abkassieren von Pferdebesitzern war der Prichsenstadter Stadtrat Harald Rückert gewesen. Sein Vorstoß, die klamme Stadtkasse mit einer „Steuer von 250 Euro pro Pferd und Jahr“ ein bisschen aufzufüllen, löste eine Welle der Empörung unter Reitern und Pferdehofbesitzern aus – und die Unterschriftensammlung.
Ergebnis des Protests: 1830 Unterschriften von Menschen aus den Landkreisen Kitzingen, Würzburg und Schweinfurt, die Hoffmann nun der Landrätin in die Hand drückte. Mit dem Hinweis, dass eine Pferdesteuer kontraproduktiv sei: „Kaum einer weiß, dass Pferdebetriebe schon viele Steuern zahlen.“ Laut Hoffmann gehe es da um einen Tausender pro Pferd und Jahr.
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Auf klare Entwarnung setzte Bischof. Im ganzen Landkreis gebe es keine Ambitionen, diese Steuer einzuführen: „Die Pferdebetriebe können beruhigt sein.“ Ruhe herrscht inzwischen auch in Prichsenstadt. Bei der Verabschiedung des Haushalts kam das Thema nicht mal in die Diskussion. Und schon im Vorfeld hatte Bürgermeister René Schlehr klar Position bezogen: „Es gibt mit mir keine Pferdesteuer in Prichsenstadt.“
Die Hürden dafür wären auch recht hoch gewesen. Die Einführung hätte sowohl der Genehmigung des Landratsamts als auch des Innenministeriums bedurft, erklärte Hubert Nöth von der Kommunalaufsicht des Landratsamtes.