Trotz massiver Proteste - Bau von umstrittener Strom-Autobahn begonnen

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Baubeginn SüdOstLink
Ein Bagger und zwei Kabel sind während der symbolischen Baustelleneröffnung für die Baumaßnahmen des Südostlinks zu sehen.
Baubeginn SüdOstLink
Sven Hoppe/dpa
Kreis Hof: Bau von Stromtrasse SüdOstLink begonnen - trotz massiver Proteste
Ein Kabel ist während der symbolischen Baustelleneröffnung für die Baumaßnahmen des Südostlinks zu sehen.
Baubeginn SüdOstLink
Sven Hoppe/dpa

Im Landkreis Hof haben die Baumaßnahmen für die neue Stromtrasse SüdOstLink begonnen. Die Bürgerinitiativen und Proteste konnten das Projekt nicht stoppen, aber immerhin einen Teil-Erfolg erzielen.

Das Energieunternehmen Tennet hat am Montag im Landkreis Hof mit Baumaßnahmen für die Stromtrasse SüdOstLink begonnen. Man bereite das Baufeld vor und hebe Kabelgräben für die anschließende Verlegung der Leerrohre für die Erdkabel aus, teilte Tennet in Bayreuth mit.

Die Tiefbauarbeiten bei Münchenreuth (Gemeinde Feilitzsch) seien neben den Aktivitäten an der Schaltanlage Isar bei Landshut die ersten größeren Maßnahmen in Bayern für SüdOstLink, sagte eine Unternehmenssprecherin.

Bürgerinitiativen konnten Projekt nicht stoppen

Im Dezember 2023 hatten die Bauarbeiten am Konverter-Standort Isar, dem südlichen Endpunkt der 780 Kilometer langen Stromleitung, begonnen. Ab 2027 soll grüner Strom von Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt zur Schaltanlage in Niederbayern transportiert werden. Ab 2030 soll aus Windkraft gewonnener Strom auch aus Klein Rogahn in Mecklenburg-Vorpommern nach Süden fließen.

Nicht zuletzt angesichts von Protesten aus der Region wird der bayerische Teil der Trasse auf rund 270 Kilometern unterirdisch verlegt. Bürgerinitiativen hatten das Projekt kritisiert.

Rund zehn Millionen Haushalte, Industrie und Gewerbe sollen über die Trasse versorgt werden.