Im Hofer Stadtzentrum soll ein neues Quartier mit Wohnen, Pflege, betreutem Wohnen, Facharztzentrum in einem Ärztehaus, Gesundheitsgeschäfte, Lebensmitteleinzelhandel, Restaurants und Cafés entstehen, welches medizinische und weitere Dienstleistungen miteinander vereine.

Wie die Stadt Hof berichtet, sollen zum Konzept auch öffentlich zugängliche Grünflächen und ein Knotenpunkt für den Busverkehr gehören. Standort sei das sogenannte Strauß-Areal in der Innenstadt von Hof, eine Fläche zwischen Schiller- und Friedrichstraße, die "seit Jahren brachliegt" und in Abstimmung mit der Stadt Hof in "Schiller-Quartier" umbenannt werde.

Die "MedicalCube HealthCare Real Estate"-Gruppe aus Bayern habe seit kurzem mehrere dazugehörige Grundstücke und Häuser, insgesamt zirka 10000 m², mit dem Zweck erworben, das neue Schiller-Quartier "nachhaltig zu entwickeln", heißt es.

Die neuen Eigentümer sehen in dem Schiller-Quartier-Projekt die "einmalige Möglichkeit, eine sowohl für die Eigentümer wie auch für die Bewohner:innen nachhaltige, urbane Bauentwicklung aufzuzeigen". Ein großes Baufeld in Innenstadtlage in Zusammenarbeit mit der Stadt Hof neu zu entwickeln und "das Stadtbild urban mitprägen zu dürfen, ist für die neuen Eigentümer ein Traum", so die Stadt. So sollen die Gebäude mit "modernen Energiekonzepten möglichst autark ohne fossile Energieträger versorgt werden".

Dazu gehören demnach auch Fußgängerwege und ein öffentlich zugänglicher Park mit Restaurants und Cafés zwischen den Gebäuden, der Menschen anziehen soll. Damit das Quartier überregionalen Zuspruch finde, werde eine Tiefgarage mit rund 400 Parkplätzen entstehen. "In einer Zeit mit einer angekündigten Zinssteigerung, hoher Inflation, "stündlich" steigenden Baupreisen und Lieferengpässen durch Kriege und Pandemien wird das makroökonomische Umfeld für die Eigentümer schwieriger, aber als Herausforderung verstanden", heißt es. 

Oberbürgermeisterin Eva Döhla (SPD): „Diese erfreuliche Entwicklung für das neu entstehende Schiller-Quartier bedeutet für uns einen kräftigen Schub für Hof als als Gesundheits- und Wirtschaftsstandort. Das ist die bedeutendste Innenstadt-Investition seit Jahrzehnten.“ Das Schiller-Quartier werde laut Stadt in mehreren Bauabschnitten entstehen. "Vorab wird als erstes das gesamte Baufeld geräumt, d.h. die "unschönen" Haufen bis Ende 2022 abtransportiert. Ferner soll der Verbau an der Schillerstraße zurückgebaut werden.  Zwischenzeitlich wird in enger Abstimmung mit der Stadt Hof ein einfacher Bebauungsplan für das gesamte Quartier erarbeitet. Daraus werden vorhabenbezogene Bebauungspläne für die einzelnen Bauabschnitte entwickelt. Mit dem eigentlichen Baubeginn kann Mitte 2023 gerechnet werden. Zwischenzeitlich wird auf Wunsch der Stadt das Baufeld temporär partiell begrünt und für die umliegenden Anwohner ein privat–öffentlicher Parkplatz mit Dauerstellplätzen bis zum Baubeginn eingerichtet", so die Stadt Hof. 

Stadtplanerin Ute Mühlbauer: „Die städtebauliche Aufwertung des Areals entspricht den Rahmenplanungen der Stadt Hof. Mit der Investition wird ein städtebaulicher Missstand beseitigt. Die umliegenden Straßenzüge werden aufgewertet und können von der Ansiedelung profitieren.“

Vorschaubild: © Stadt Hof