Drei Fälle von Online-Betrug wurden einer oberfränkischen Polizei dieser Tage gemeldet. Zweimal reagierten die Betroffenen richtig. Die Verbraucherzentrale gibt Tipps zum Schutz vor Betrügern.
Mehrere Fakeshop- und Onlinebetrugsversuche wurden der Polizei in Rehau (Landkreis Hof) in den vergangenen Tagen angezeigt. Zweimal reagierten die Betroffenen richtig. In einem Fall ist das Geld wohl verloren.
Ein 19-Jähriger wollte laut Polizeibericht am Dienstag (22. September 2026) einen Schuhschrank im Internet bestellen, und wurde über eine Suchmaschine auf einen Online-Shop aufmerksam. Er zahlte 69,95 Euro per Kreditkarte. Im Anschluss habe er mit Bezug zum Onlinekauf mehrere Mails erhalten, die ihm seltsam vorkamen.
19-Jähriger stoppt Zahlung an Onlineshop
Der junge Mann kam zu dem Schluss, dass er wohl einem Fake-Shop aufgesessen sei, kontaktierte seine Bank und ließ die Zahlung stoppen. So habe er einen finanziellen Schaden abgewendet.
Über eine Suchanzeige auf Facebook wollte eine 24-Jährige sogenannte Toni-Figuren erwerben. Daraufhin, so die Polizei, sei die Frau von einer Unbekannten kontaktiert worden, die solche Figuren verkaufen wollte. Die Käuferin überwies 58 Euro. Auf die Ware wartet sie bis heute. Der Kontakt zur Verkäuferin gestalte sich schwierig, weshalb die 24-Jährige von einem Betrug ausgehe.
Wieder eine andere Online-Betrugsmasche vereitelte laut Polizei ein 71-Jähriger. Am 22. September habe dieser eine verdächtige Abbuchung von 29,90 Euro auf seinem Konto bemerkt. Beim Geldempfänger soll es sich um einen Pflegedienst in Großbritannien handeln. Der Senior lehnte die Zahlung ab und ließ seine Karte umgehend sperren.
Fakeshop-Finder bei der Verbraucherzentrale
Die Polizei rät zur Vorsicht bei Käufen und Kontakt mit fremden Personen über das Internet. "Prüfen Sie Impressum und Angaben des Händlers, sowie dessen Bewertungen", so die Polizei.
Die Verbraucherzentrale bietet einen sogenannten „Fakeshop-Finder“ an, mit dem Kunden prüfen können, ob es sich in ihrem Fall um einen betrügerischen Onlineshop handelt. Die Verbraucherzentral klärt auf, dass es sich bei sogenannten Fakeshops um Shop-Webseiten handelt, die einzig und alleine zum Zwecke des Onlinebetrugs aufgesetzt werden.
"Leider wird es immer schwieriger Fakeshops von richtigen Shops zu unterscheiden", schreibt die Verbraucherzentrale. "Denn die Shop-Webseiten sehen täuschend echt aus."
Tipps der Verbraucherzentrale zum sicheren Online-Kauf
Die Verbraucherzentrale gibt außerdem Tipps, wie Kunden im Zweifelsfall einen Fakeshop erkennen können:
Gibt es ein Impressum und existiert die dort angegebene Adresse wirklich
Ist an der Adresse eine Firma mit dem Namen des Onlineshops gemeldet (prüfen mit einem Kartendienst wie Google Maps)?
Wirken die Kontaktdaten seriös?
Gibt es eine direkte Kontaktmöglichkeit zum Shop per Telefon oder zumindest per Mail?
Bietet der Shop sichere Zahlungsarten an?
Außerdem gibt es laut Verbraucherzentrale Hinweise, die auf einen Fakeshop hindeuten:
Auffällige URL (Internetadresse im Browser), beispielsweise Rechtschreibfehler oder falsch geschriebener Markenname
Zahlung nur per Vorkasse
Preise, die zu günstig sind um wahr zu sein
Kein Impressum oder Impressum mit falschen Adressangaben