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B173 bei Selbitz: Polizeiauto kollidiert mit Geländewagen - junger Beamter tot


Autor: Stefan Lutter

Selbitz, Donnerstag, 01. Januar 2026

Ein schwerer Verkehrsunfall hat am Neujahrsmorgen auf der B173 in Oberfranken ein Todesopfer und zwei Schwerverletzte gefordert, darunter einen jungen Polizisten.
Der Unfall ereignete sich am Montag (1. Januar) gegen 3.00 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich Beamte der Polizeiinspektion Naila auf Streifenfahrt, als ihr Fahrzeug aus bislang ungeklärten Gründen ins Schleudern geriet.


Ein tödlicher Unfall überschattet die Silvesternacht in Oberfranken: Am frühen Morgen des Neujahrstags, Donnerstag, 1. Januar 2026, ereignete sich auf der Bundesstraße 173 im Landkreis Hof ein schwerer Verkehrsunfall, in den ein Streifenwagen der Polizei und ein Geländefahrzeug verwickelt waren.

Dabei kam ein junger Polizeibeamter ums Leben, zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt.

Tragischer Silvesternacht-Unfall: Polizist (25) stirbt bei Kollision von Streifenwagen mit Ford Ranger

Wie die Polizei Oberfranken mitteilt, geschah der Unfall gegen 3.00 Uhr zwischen Selbitz und der Anschlussstelle zur A9. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich Beamte der Polizeiinspektion Naila auf Streifenfahrt, als ihr Fahrzeug aus bislang ungeklärten Gründen ins Schleudern geriet.

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Der Streifenwagen verlor die Kontrolle, driftete auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort mit frontal einem entgegenkommenden Geländewagen, den ein 42-jähriger Mann steuerte. Bei dem Geländewagen handelte es sich laut Angaben der Agentur News5 um einen Ford Ranger.

Durch die Wucht der Frontalkollision wurde der Streifenwagen massiv beschädigt. Der 25-jährige Beifahrer des Polizeiwagens erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.

Beide Fahrer (20 & 42) schwer verletzt

Der 20 Jahre alte Fahrer des Streifenfahrzeugs wurde im Wagen eingeklemmt und musste von Einsatzkräften der Feuerwehr unter schwierigen Bedingungen befreit werden. Auch er erlitt schwere Verletzungen.

Der 42-jährige Fahrer des Ford Ranger wurde ebenfalls schwer verletzt. Beide Überlebenden wurden nach der Rettung durch Notärzte vor Ort in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Um die genauen Umstände des tragischen Unfalls zu klären, wurde eine Staatsanwältin der Staatsanwaltschaft Hof zur Unfallstelle gerufen. Sie ordnete an, einen Sachverständigen hinzuzuziehen, der den Hergang des Unfalls rekonstruieren und die möglichen Gründe für das Schleudern des Streifenfahrzeugs ermitteln soll. Aktuell ist die Ursache des Unfalls weiterhin unklar.

Hoher Sachschaden und aufwendige Bergungsarbeiten

Laut ersten Einschätzungen beläuft sich der entstandene Sachschaden auf einen hohen fünfstelligen Betrag. Beide Fahrzeuge, sowohl der Streifenwagen als auch der Geländewagen, wurden durch den heftigen Aufprall vollständig zerstört. Experten sprechen von einem wirtschaftlichen Totalschaden.

Zur Sicherung der Unfallstelle und zur Unterstützung der Ermittlungen waren zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort. Das Technische Hilfswerk sorgte für die Ausleuchtung des Bereichs, während eine Polizeidrohne Luftaufnahmen der Unfallstelle machte, um die Spurensicherung zu unterstützen.

Eine Spezialfirma wurde angefordert, um ausgelaufene Betriebsstoffe zu binden und die Fahrbahn zu reinigen.

Unfallstelle zwischen Selbitz und A9

Die Unfallstelle befindet sich auf der Bundesstraße 173 zwischen der Stadt Selbitz und der Anschlussstelle zur Autobahn 9. Dieser Abschnitt der Straße ist eine viel befahrene Strecke im Landkreis Hof und gilt aufgrund des Verkehrsaufkommens sowie der Streckenführung als unfallanfällig.

Während der Einsatzmaßnahmen war die B173 in diesem Bereich mehrere Stunden lang vollständig gesperrt. Die Polizei leitete den Verkehr weiträumig um, um die Arbeiten vor Ort nicht zu behindern.

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