Ein Unfall auf der A9 bei Münchberg hat am Montag (27. Juni 2022) einen zehn Kilometer langen Rückstau ausgelöst. Laut Angaben der Verkehrspolizeiinspektion Hof ereignete sich der Unfall bei der Einfahrt zur Anschlussstelle Nord. Eine 62-Jährige aus Bayreuth wollte mit ihrem Wagen auf die Autobahn in Richtung München auffahren.

Das gleiche Vorhaben hatte auch eine 65-Jährige aus Kulmbach. Aufgrund der aktuellen Baustelle auf der Autobahn, die beide Münchberger Anschlussstellen einschließt, sind die Einfahrspuren derzeit verkürzt. Wegen des Verkehrsaufkommens musste die 65-jährige Frau ihre Geschwindigkeit auf der Einfahrtspur fast bis zum Stillstand reduzieren.

Missverständnis beim Auffahren auf A9 sorgt für massiven Unfall

Die Bayreutherin ging davon aus, dass die Kulmbacherin vor ihr anhalten würde, weshalb sie sich dazu entschloss, hinter ihr aufzufahren. Im selben Moment, als sie auf den rechten Fahrstreifen fuhr, tat dies aber auch die Fahrerin aus Kulmbach.

Die 62-Jährige zog ihr Fahrzeug sofort auf den, durch die Baustelle noch einzig verbliebenen, linken Fahrstreifen. Dort fuhr allerdings in diesem Moment eine 20-jährige Frau aus dem Landkreis Hof. Es kam zu einem heftigen Zusammenstoß der Fahrzeuge.

Die junge Frau aus Hof musste zur Behandlung ins Klinikum Münchberg eingeliefert werden. Alle anderen beteiligten Personen blieben unverletzt. Die Fahrerin aus Kulmbach ist nicht in den Unfall verwickelt worden.

Resultat des Unfalls: 40.0000 Euro Sachschaden und blockierte A9

Der Wagen der Bayreutherin war zwar noch fahrbereit, erlitt aber einen Schaden in Höhe von 10.000 Euro. Der Schaden am Wagen der Hoferin wird auf 30.000 Euro geschätzt. Da das Auto zudem nicht mehr fahrbereit war und die Fahrspuren blockierte, bildetet sich ein über zehn Kilometer langer Rückstau bis zur Anschlussstelle Hof-West.

Der Freiwilligen Feuerwehr Münchberg gelang es vor dem Eintreffen des Abschleppdienstes den stark beschädigten Wagen in einen offenen Baustellenbereich zu schieben.

Ab diesem Zeitpunkt war die Fahrbahn wieder befahrbar. Allerdings dauerte es einige Stunden, bis sich der Stau völlig aufgelöst hatte. Bis dahin übernahmen die Einsatzkräfte des THW Hof die Absicherung.

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Vorschaubild: © Benjamin Nolte/dpa (Symbolbild)