Als 1. Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundesfraktion ist Michael Grosse-Brömer ein gefragter Politiker in Berlin, der auf Initiative von MdB Dorothee Bär auch einmal im Vorfeld der Bundestagswahl nach Bayern kommen sollte - genauer gesagt: nach Franken. Noch genauer: in den Landkreis Haßberge. Am genauesten: nach Sand. Aber das scheint gar nicht so einfach - nicht nur wegen der Entfernung.
Um zu einer Abendveranstaltung nach Sand zu kommen, war schon Fantasie bei der Organisation der Termine und Engagement von allen Beteiligten gefordert. Am Mittwoch, 14. August, hatte MdB Grosse-Brömer einen Termin zum Frühstück mit Kanzlerin Angela Merkel, bei dem auch die Minister der Union dabei waren und der 2. parlamentarische Geschäftsführer Stefan Müller von der CSU. Mit Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder galt es dann noch, die beiden Sitzungstage am 2. und 3. September vorzubereiten. Es ist kurz nach 12 Uhr und um 13 Uhr musste das Flugzeug nach Frankfurt erreicht werden, wo der CSU-Ortsvorsitzende aus Sand, Gerhard Zösch, mit seinem Privatauto seinen Gast aus dem Norden begrüßt und nach Sand chauffieren wollte.
Um 18 Uhr ist in Sand eine Betriebsbesichtigung in dem Unternehmen im Dienstleistungs- und Testbereich für die Automobilindustrie PID geplant. Dank Zöschs Abholservice war das aber kein Problem.
"Es ist schon toll, wie kleine Unternehmen wie PID interessante Nischen in der Wirtschaft ausfüllen und sich als erfolgreiches Team einen Namen machen. Hier zeigt sich auch die Stärke unseres Mittelstandes und unserer Wirtschaft", betonte Grosse-Brömer bei der Besichtigung der Firma in Sand.

Seit dem Jahre 2000 gibt es das Unternehmen, das sich fast ausschließlich auf das Testen von Komponenten aus dem Automotive- und Industriesektor spezialisiert hat. Geschäftsführer Rainer Mahr betonte, dass sich PID inzwischen bei Automobilherstellern und -zuliefererbetrieben im Bereich Kraftstoff-Einspritzsystemen für Diesel- und Benzin-Aggregate einen Namen gemacht habe. Die direkten Kunden Kunden kämen zu rund 70 Prozent aus dem Zuliefererbereich und zu 30 Prozent von Autofirmen selbst. Darunter seien Unternehmen wie Siemens, Porsche, Bosch, VF oder ZF-Sachs.

Die PID unterstütze dabei die Entwicklungs- und Erprobungsabschnitte ihrer Auftraggeber im Laufe ihrer Produktentwicklung von der ersten Idee und den ersten Komponententests über die Planung der Serie bis hin zur abschließenden Validierung und zum Serienstart. Schon im Jahre 2003 sei das Unternehmen mit dem Innovationspreis der deutschen Wirtschaft ausgezeichnet worden.

"Für die Automotive-Industrie sind wir als Partner inzwischen erste Wahl für Lebensdauertest, Umweltsituation, die Test-Entwicklung und Entwicklungsunterstützung. Dabei schätzen unsere Kunden vor allem unsere herausragende Schnelligkeit bei der Umsetzung ihrer Wünsche und Forderungen", sagte Mahr.

Interessant war es für die Teilnehmer an der Besichtigung, dass man dabei die Lebensdauertests von Benzinkomponenten so nah wie möglich an der Realität anpasst und die Tests dabei sogar mit Sonderkraftstoffen aus verschiedenen Ländern durchführt. Die Prüfstände für Benzin- und Dieselhochdruckeinspritzpumpen beinhalteten dabei Umgebungsbedingungen wie Temperatur, Vibration oder Schmutz, könnten aber auch unter hohen Temperaturen mit allen gängigen Kraftstoffen und Kraftstoffen mit PME-, AME-, Ethanol- oder Methanol-Anteilen versorgt werden.

Die weiteren Geschäftsführer Bernhard Mahr und Karl Huber zeigten sich mit der gegenwärtigen Auftragslage zufrieden. Bernhard Mahr meinte sogar "wir sind reif für die nächsten Schritte in unserem Unternehmen, die wir ganz konkret in der Aufstockung des Personals gehen, aber auch schon an einen weiteren Bauabschnitt denken." Dabei interessierte die Kommunalpolitiker, an welchen Fachkräften man dabei interessiert sei. "Wir bewegen uns dabei schon auf dem Niveau von Elektroingenieuren oder Technikern", war die ganz klare Aussage. Das Erfolgsteam von PID bestehe schon jetzt aus Konstrukteuren, Hydraulikspezialisten, Maschinenbauern, Elektronikern, Programmierern, IT-lern und Projekteuren.

Bei dem Betriebsrundgang konnten sich die Teilnehmer von der Komplexität der Testreihen und dem Knowhow in den Laboren überzeugen. Mit Hilfe der Laborelektroniken könne man so nahezu jedes Steuersignal aus dem Bereich Automotive simulieren oder auch die "Prüflinge" bestimmten Umweltbedingungen aussetzen. So habe man die eigene unternehmerische Verantwortung für die Umwelt und Kosteneffizienz auch in einem Patent zur Energierückgewinnung von hydraulischen Prüfständen zum Ausdruck gebracht. Den Kunden spare die Schonung von Ressourcen dabei bares Geld.

Nach der anschließenden CSU-Wahlkampfveranstaltung, blieb MdB Michael Grosse-Brömer noch bis zum nächsten Morgen in Sand . Am Donnerstag in der Frühe (15. August) chauffierte ihn "Aushilfsfahrer" Gerhard Zösch wieder zum Flughafen nach Frankfurt, wo er die nächste Maschine Richtung Hamburg nahm, um in seine Heimat zu kommen.

Bild 1: Angenehm überrascht von dem Knowhow und der Bedeutung der Dienstleistung von PID in Sand für die Automobilindustrie zeigten sich die Teilnehmer an der Betriebsbesichtigung mit (von links) CSU-Vors. Gerhard Zösch, Landtagskandidat Steffen Vogel, Landratskandidat Wilhelm Schneider, MdB Dorothee Bär, PID-Geschäftsführer Bernhard Mahr, der 1. Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Michael Grosse-Brömer, PID-Geschäftsführer Karl, Huber, Georg Hiernickel und PID-Geschäftsführer Rainer Mahr.