Stolze 265 Jahre haben die Kirchenbänke der Wallfahrtskirche Maria Limbach schon auf dem Buckel. Vor einigen Tagen wurden sie demontiert, verladen und zwischengelagert. Grund dafür ist die anstehende Renovierung der beliebten und prächtigen Kirche, die voraussichtlich ein Jahr dauern wird. Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim weihte die Kirche am 13. September 1755.

Unter der Regie von Kirchenpfleger Thomas Pflaum packten rund 30 fleißige Helfer mit an, um den Kirchenraum leerzuräumen. Auch zahlreiche Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Limbach leisteten ihren Beitrag. Nicht nur die 24 schweren Holzbänke wurden vorübergehend in einer Halle eingelagert, auch die Windfangtüren. Bereits seit 2. Mai sind viele Ehrenamtliche im Einsatz, wie Ruhestandspfarrer Ottmar Pottler erzählt. Zuerst wurden in sehr zeitintensiver Arbeit die Sakristei leergeräumt und sämtliche Abdeckungen in der Kirche abmontiert.

Orgel bei einer Fachfirma

Pflaum ist guter Dinge, dass man ab Juli mit der Innenrenovierung anfangen kann. Dann werden unter anderem der Boden professionell gereinigt und die Wände neu gestrichen. Ebenso wird es einen neuen Altarraum geben, zu dem eine Künstlerausschreibung läuft. Auch die originale, von 1756 noch erhaltene Orgel des Würzburger Hoforgelmachers Johann Philipp Seuffert wurde ausgebaut. Das Instrument wird bei einer Fachfirma überholt.

Während der Schließung der Kirche können die Gläubigen für ihr persönliches Gebetsanliegen in die Dorfkirche in der Ortsmitte gehen, wie Pfarrgemeinderatsvorsitzende Sigrid Schuhmann sagt. Zum Entzünden einer Kerze wurde auch die Pieta aufgestellt. Das Sterbebuch der Pfarrei liegt ebenfalls aus.