Schon seit Jahren wird über eine Sanierung der Teichkläranlage in Leuzendorf Richtung Kraisdorf nachgedacht und immer wieder vom Wasserwirtschaftsamt angemahnt. Walter Felde vom Büro Stubenrauch aus Königsberg stellte jetzt die Sanierungsplanung zur Abwasserbeseitigungsanlage Leuzendorf vor, die Kosten von 380 000 Euro verursachen dürfte. Bei der Sanierung geht es um den Bau eines Kanalstausystems zur Mischwasserbehandlung, einem Drosselbau und der Modernisierung des Vorklärbeckens sowie der Oxydationsteichanlage.
Bauhofleiter Manfred Schirdewahn wies daraufhin, dass ein Wasseranschluss am Drosselbau unbedingt nötig sei, um Spülungen vornehmen zu können. Außerdem sollte der Damm am Vorklärbecken verstärkt werden. Helmut Schwappach fragte nach, warum bei früheren Berechnungen nur 160 000 Euro genannt worden seien und darauf die Beitragskalkulation für die Bürger berechnet wurde.
Ein Zuschuss ist nicht zu erwarten. Felde sah die 380 000 Euro als reale Kosten, die zu erwarten seien. Bürgermeister Hermann Niediek (CSU) erklärte, dass die Ausnahmegenehmigung noch bis zum 31. Dezember 2014 laufe. Andreas Dellert von der VG teilte mit, dass eine Verlängerung bereits beantragt worden sei. Das Gremium stimmte der Planung zu, die jetzt noch vom Landratsamt und Wasserwirtschaftsamt ihren Segen braucht.
Vor Beginn der Sitzung überreichte Georg Pannek zusammen mit einem weiteren Unterstützer eine Resolution, die über 100 Bürger vom Kernort Burgpreppach unterschrieben haben. Darin geht es um den Bau von Radwegen. Die Unterzeichner ärgert es, dass es von Burgpreppach in Nachbargemeinden keine Radwege gibt und dorthin mit dem Fahrrad ein lebensgefährliches Unternehmen gestartet werden muss, hauptsächlich beim Überqueren der B 303. Es wurde vorgeschlagen, alte Wege wie nach Römmelsdorf wieder herzustellen. Die von Pannek ins Leben gerufene Unterschriftenaktion hat bereits ein starkes Echo gefunden. Bürgermeister Niediek erklärte, dass er bereits mit dem Landratsamt wegen einem Radweg nach Hofheim in Verbindung stehe.
Um Wasser drehte es sich auch bei der Wasserversorgung Üschersdorf. Um den Gemeindeteil an der Trinkwasserversorgung Burgpreppach anschließen zu können, soll auf einer Trasse neben der Kreisstraße von Birkach nach Üschersdorf auf 1600 Meter Länge eine Rohrleitung verlegt werden, die Kosten von rund 450 000 Euro verursachen würde. Beim Üschersdorfer Wasser müsse sich etwas tun, da dort der Urangehalt die zulässigen gesetzlichen Grenzen überschreitet. Sven Müller vom Planungsbüro Baur & Consult aus Haßfurt stellte die Planung und mögliche Durchführung vor. Die Planung sieht vor, dass die Üschersdorfer Quelle und der Hochbehälter zusätzlich zur Baunach zur Löschwasserversorgung genutzt werden könnte.
Als Alternative biete sich noch an, die Goßmannsdorfer mit Erlsdorf und Sulzbach über die Wasserversorgung zu bedienen. Bürgermeister Niediek steht mit der Stadt Hofheim in Verbindung. Die Nutzungserlaubnis des Üschersdorfer Brunnen läuft am 31. Januar 2015 aus und soll verlängert werden. Schwappach sieht den Bau der neuen Leitung nur als möglich an, wenn auch Wasser nach Hofheim laufe. Denn für Üschersdorf würden pro Tag nur zehn Kubikmeter Wasser benötigt. Es wurde auch eine Umkehrosmoseanlage besprochen, um das Uran herauszufiltern. Dies würde nach Auskunft des Planers aber auch eine Sanierung der Quelle und des Hochbehälters bedeuten. Anscheinend haben alle etwas Bauchschmerzen, denn Zweiter Bürgermeister Günter Stottele forderte eine Kostenanalyse, um entscheiden zu können. Ein Entscheid wurde vorläufig zurückgestellt, um die Entscheidung von Hofheim abzuwarten, ob die Stadt anschließt oder nicht.
Von der Gemeinde-Allianz-Hofheimer-Land (GAHL) war Manager Tobias Alt zugegen, um den Bürgerservice Hofheimer Land vorzustellen. In Burgpreppach stand der Bereich "Nachbarschaftshilfe" an. In Hofheim und Maroldsweisach ist der Bürgerservice bereits angelaufen. In einer Bürgerversammlung soll der Bürgerservice der Bevölkerung vorgestellt werden. Über zwei Bauanträge hatte der Gemeinderat zu entscheiden. Holger Hiller aus Gemeinfeld will eine Holzlagerhalle und Werner Thein aus Üschersdorf eine landwirtschaftliche Halle neu bauen. Beide Projekte liegen im Außenbereich und im Schutzgebiet des Naturparks Haßberge. Das Gremium gab zu beiden Bauvorhaben seine Einwilligung. Den Zuschussanträgen der Jagdgenossenschaften Burgpreppach-Ibind und Üschersdorf wurde stattgegeben. Nach Antragslage erhält Burgpreppach-Ibind 750 Euro von 5000 Euro Ausgaben und Üschersdorf 420 Euro von 2800 Euro Ausgaben.
Nun hat auch die Marktgemeinde Burgpreppach als letzte Gemeinde der VG Hofheim beschlossen, sich an der interkommunalen Zusammenarbeit mit Hofheim, Bundorf, Mechenried und Aidhausen bezüglich des DLS-Ausbaus zu beteiligen. Die Gemeinde Ermershausen hat sich bereits mit Maroldsweisach zusammengeschlossen. Der Vorteil der interkommunalen Zusammenarbeit liegt darin, dass die Gemeinden zur "normalen" Förderung nochmals eine Sonderförderung von 50 000 Euro erhielten und Fördergelder an eine andere Gemeinde abtreten können, wenn sie nicht ganz benötigt werden. Nun können sich im Rahmen der Bewertung Firmen bis 14. November beim Markt Burgpreppach Bewerben, der sich dann eine Firma zum Einbau aussucht.
In der Marktgemeinde Burgpreppach wurde eine Bürgerbefragung zur Bedarfsermittlung eines "Bürgerbusses" gestartet. Das Ergebnis soll in der nächsten Gemeinderatssitzung bekannt gegeben werden. Helmut Schwappach wollte wissen, warum die Bürgermeistersprechstunden nur noch zweimal im Monat abgehalten werden. Bisher fanden sie jede Woche statt. Bürgermeister Niediek erklärte, dass sie kaum besucht würden und er auch jederzeit über Telefon erreichbar sei. Schwappach wollte noch wissen, wie der Gemeinderatsbeschluss, auf dem Büchelberg bei Üschersdorf das Aufstellen von Windrädern zu beantragen, ausgeführt wurde. Niediek erklärte hierzu, dass er mit dem Planungsverband in Verbindung stehe und alles etwas in Vergessenheit gerate. Es sei noch kein Entscheid gefallen. Jorg Denninger fragte nach, warum dieses Jahr kein Bulldog-Oldtimertreffen stattgefunden habe. Zweiter Bürgermeister und Marktleiter Günter Stottele erklärte, dass kein Interesse der Bulldog-Besitzer bestand, an einem Treffen teilzunehmen.