Steigerwald soll erlebbar werden

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Die riesigen, alten Buchen gehören zu den besonderen Schätzen des Naturparks Steigerwald. Archivfoto: David Ebener, dpa
Die riesigen, alten Buchen gehören zu den besonderen Schätzen des Naturparks Steigerwald. Archivfoto: David Ebener, dpa

Mithilfe von EU-Geldern soll eine neue, innovative Freizeit- und Bildungseinrichtung entstehen, die den Naturpark aufwertet und bekannter macht. Für den ersten Schritt, eine Machbarkeitsstudie, gab es nun grünes Licht.

"Die schöne Landschaft" ist es, was Touristen und Einheimische immer wieder im Landkreis Haßberge loben. In allen Himmelsrichtungen des Landkreises gibt es diese grünen Oasen zu erleben. Weit über die Baumwipfel hinaus, ist auch der Steigerwald bekannt. Etwa 14 Prozent des Naturparks Steigerwald liegt in den Haßbergen. Dorthin, wo die Lokale Entwicklungsstrategie (LES) nach wie vor Potenzial aufzeigt, sollen in Zukunft noch mehr Naturliebhaber und andere Interessierte gelockt werden.

Wie die Pressesprecherin des Landratsamts, Monika Göhr, mitteilt, steht die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Haßberge e.V. in den Startlöchern mit einer Machbarkeitsstudie zu einer neuen Bildungseinrichtung in dem Naturpark, gefördert von EU-Geldern unter dem Dach des EU-Förderprogrammes Leader. 1#googleAds#100x100 Ziel dabei soll sein, "Nachhaltigkeit mit regionaler kultureller Identität zu erleben, Kenntnisse zu erwerben, Fähigkeiten zu erlernen, Resilienz zu erreichen und gleichzeitig eine dauerhafte Attraktion für alle Bürger des Landkreises und für (Nah-) Touristen zu erschaffen", macht die Projektbeschreibung deutlich.

Wie das zu schaffen ist? Indem ein niederschwelliges Bildungsangebot gebastelt wird, das umweltpädagogische, freizeit- und erlebnisbezogene Komponenten erhält und sich an alle Generationen richtet. "Die Erlebnisbereiche sollen barrierefrei sein und bieten damit auch älteren Bürgern mit eingeschränkter Mobilität die Möglichkeit, immer wieder Neues zu erleben", versichert Regionalmanagerin Jennifer Knipping.


Tourismus, Bildung und Erleben

Nicht zuletzt sollen bei dem geplanten Leuchtturmprojekt auch Fauna, Nutztiere, Lebensstile und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt gestellt werden. Denn nur mit einer konsequenten Anwendung und einer attraktiven Umsetzung des Nachhaltigkeitsgedankens könne der Steigerwald und der Landkreis Haßberge dauerhaft aufgewertet und bekannt gemacht werden, ist die LAG Haßberge überzeugt. Das Leuchtturmprojekt soll also weder nur das eine, noch das andere sein, sondern Tourismus, Bildung und Erleben verbinden. Zudem bietet es die Erschließung und verbesserte Nutzung von vorhandenen regionalspezifischen Ressourcen und Kompetenzen, wie Handwerk, Gastronomie und Kunst. Und die Mitarbeit der Bürgerinnen und Bürger bei der Projektgestaltung ist gefragt. "Alle Altersgruppen sollen ihre Vorstellung und Wünsche zur Umsetzung und zum Angebot einbringen können. Das gewährleistet, dass die Bedürfnisse aller erfüllt und auch generationenübergreifende Begegnungen möglich sind", verspricht Jennifer Knipping.

Die Machbarkeitsstudie liefert eine Entscheidungsgrundlage, um in weiteren Schritten über die Umsetzung eines zukünftigen Projektes im Steigerwald entscheiden zu können. Damit wird an die Arbeit und die Ideen des Umweltbildungszentrums (UBiZ) in Oberschleichach angeknüpft werden und deren über 20-jährige erfolgreiche Bildungsarbeit fortentwickelt. Auch eine Ankopplung an die schon vorhandenen Angebote im Steigerwald, wie beispielsweise Baumwipfelpfad, Steigerwald-Zentrum oder dem Pfad der Artenvielfalt, wird angestrebt.


Erstes Treffen

Die Kosten für die Vorüberlegungen für das Konzept werden auf insgesamt rund 45 000 Euro geschätzt, wobei die Leader-Förderung Gelder aus der Europäischen Union von 60 Prozent fließen lässt. Vor wenigen Tagen vergab der Landkreis Haßberge den Auftrag zur Erstellung der Machbarkeitsstudie an die Firma Erlebniskontor GmbH aus Bremen. "Anfang nächster Woche wird es ein erstes Treffen mit dem beauftragtem Büro geben und die Arbeit kann beginnen", sagt Jennifer Knipping. In etwa sechs Monaten sollen dann die ersten Ergebnisse präsentiert werden. red