Das Ziel "Nachlegen" haben sie souverän erreicht. Nachdem die Haßfurter Hawks vom Saisonauftakt der Eishockey-Landesliga in Waldkirchen alle drei Punkte mit nach Hause brachten, hatten sie auch beim VER Selb 1b deutlich die Nase vorn. Beim 10:3-Erfolg war Martin Reichert aber nur mit dem letzten Abschnitt wirklich einverstanden. Dagegen waren die ersten 40 Minuten "nicht allzu schön anzuschauen." VER Selb 1b - ESC Haßfurt 3:10

(2:4, 1:1, 0:5) Zwar zeigte seine Mannschaft von Beginn an, wer das Eis unbedingt als Sieger verlassen will. Und nach dem Blitzstart durch Georg Lang, der die Scheibe bereits nach 82 Sekunden zum 0:1 im VER-Gehäuse unterbrachte, und den weiteren schnellen Treffern von Jakub Sramek und Jan Trübenekr (5./6.), deutete alles auf einen Kantersieg der Haßfurter hin.

Strafzeiten hemmen die Hawks

Doch aufgrund vieler kleiner Strafzeiten machten sie sich das Leben im weiteren Verlauf selbst schwer. Nach 40 Minuten stand deshalb "nur" ein relativ knapper 5:3-Vorsprung zu Buche (die Haßfurter Treffer erzielten erneut Jakub Sramek, 19., und Michael Breyer, 39.).

"Wir haben uns teilweise ein bisschen angestellt und am Anfang zu unkonzentriert gespielt", bemängelte Reichert. Das änderte sich jedoch im letzten Drittel, in dem die beiden Schiedsrichter Kaderabek und Fiala nur noch zwei Mal Spieler in die Kühlbox schickten. Mit jeweils einem Doppelpack schraubten Michal Babkovic (41./57.) und Jakub Sramek (52./56.) sowie Jan Trübenekr (59.) das Ergebnis letztlich souverän in die Höhe.

Viele vergebene Torchancen

Dabei ließen die Hawks, wieder lautstark unterstützt von etwa 70 Schlachtenbummlern, auch aufgrund von Latten- und Pfostenschüssen noch zahlreiche gute Chancen liegen. "Ich hoffe natürlich, dass diese Dinger dann reingehen, wenn wir sie notwendiger brauchen", machte Martin Reichert deutlich und zog sein Fazit nach dem ersten zweitstelligen Sieg seit 35 Monaten (am 20. November 2015 behielten die "Hawks" beim EHC Nürnberg ebenso mit 10:3 die Oberhand): "Wir wollten gewinnen, alle sind gesund. Alles gut."

ESC Haßfurt: Martin Hildenbrand, Jung - Hora, Stahl, Max Hildenbrand, Marco Hildenbrand, Marx, Rambacher - Trübenekr, Lang, Babkovic, Franek, Sramek, Dietrich, Stach, Zösch, Kratschmer, Breyer / SR: Kaderabek / Fiala / Zuschauer: 169 (70 aus Haßfurt) / Tore für Haßfurt: Sramek (4), Babkovic (2), Lang, Marco Hildenbrand, Breyer, Trübenekr / Strafzeiten: Selb 1b 12 / Haßfurt 18