Zwei von ihnen haben nach ihren Topleistungen die Weltspitze in ihrer Altersklasse erreicht, nämlich Darius Strätz und Vincent Schorn. Die verschiedenen Klassen waren teilweise mit 50 Startern besetzt, so dass es enorm schwer war, in die Endkämpfe vorzudringen. Darius Strätz war erstmals außerhalb Deutschlands am Start und war gleich für zwei Gewichtsklassen, bis 32 und bis 37 Kilo, gemeldet. Trainer Schorn war im Vorfeld davon ausgegangen, dass er nicht bis in die Endrunden kommen würde.

Unglückliche Niederlage im Finale

Jedoch bestritt Strätz in der 32-Kilo-Klasse neun Kämpfe, die an Spannung kaum zu überbieten waren. Er setzte die Order vom Coach perfekt um, legte den Respekt vor seinen Gegnern ab, die allesamt über eine größere Erfahrung verfügen, war hoch motiviert und voll konzentriert.
So erreichte er das Finale, das auf des Messers Schneide stand. Kurz vor dem Ende bekam der Eberner noch einen Treffer auf die Schulter, was die Kampfrichter fälschlicherweise mit zwei Punkten werteten. Somit verlor Strätz diesen Kampf sehr unglücklich, doch auch der zweite Platz ist ein toller Erfolg für ihn.

Gleich im Anschluss stand die Klasse bis 37 Kilo auf dem Programm. Jürgen Schorns Überlegungen gingen dahin, Strätz nicht mehr auf die Kampffläche zu schicken, da ihm die Kämpfe zuvor enorm viel Kraft und Kondition abverlangt hatten. Doch Darius Strätz wollte unbedingt weiter kämpfen. Erneut eilte er von Erfolg zu Erfolg, doch im Halbfinale fehlte ihm doch die Kraft. Mit Bronze holte er dennoch den zweiten Podiumsplatz in diesem starken Feld - eine enorme Leistung des Eberner Nachwuchstalentes.

Es war mehr als der vierte Platz möglich

In Topform präsentierte sich auch Vincent Schorn bei den Junioren bis 69 Kilo mit Rang vier. Er zeigte, dass er zur Weltspitze zu zählen ist. Die Vorkämpfe entschied er allesamt in souveräner Manier für sich. Um den Einzug ins Halbfinale traf er auf einen Italiener. Hier haderte er mit den Kampfrichtern. Am Ende fehlte ihm ein Pünktchen, er hätte jedoch den Kampf nach Meinung des Eberner Lagers bei fairer Bewertung mit mindestes fünf Zähler gewinnen müssen. Trotz der Niederlage muss man dem Eberner eine starke Leistung bescheinigen.

Dominique Zeitler (bis 63 Kilo Junioren) traf im ersten Kampf auf den späteren Vizemeister Danilo Mancarai aus der Schweiz. Zeitler fand zu spät in den Kampf, was ihm die Niederlage einbrachte. Eine Nummer zu groß war für Johanna Zeitler bis 46 Kilo die spätere World-Cup-Siegerin aus Ungarn. So musste auch sie schnell die Segel streichen, durfte jedoch zumindest etwas Erfahrung mit nach Hause nehmen.