Sander setzen ihr Ziel um und werden unterfränkischer Meister

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Die erfolgreichen Fußballer des FC Sand und die Offiziellen bei der Siegerehrung in der Kitzinger Sickergrundhalle nach der unterfränkischen Meisterschaft im Futsal Fotos: privat
Die erfolgreichen Fußballer des FC Sand und die Offiziellen bei der Siegerehrung in der Kitzinger Sickergrundhalle nach der unterfränkischen Meisterschaft im Futsal Fotos: privat
Der Sander Sven Wieczorek (oben) lässt sich im Finale nicht aufhalten.
Der Sander Sven Wieczorek (oben) lässt sich im Finale nicht aufhalten.
 

Das war eine Punktlandung: Die Fußballer des Bayernligisten FC Sand haben sich die unterfränkische Meisterschaft im Futsal gesichert.

Wollen und Können - passt nicht immer zusammen. Passt aber, wenn man FC Sand heißt. Offenbar. Denn Trainer Bernd Eigner hatte es angekündigt: "Wir machen mit, um das zu gewinnen." Ein Mann, ein Wort: Auch wenn ein paar Wackler dabei waren, der Bayernligist ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat am Samstag letztlich souverän in der Kitzinger Sickergrundhalle die unterfränkische Futsalmeisterschaft gewonnen. Das 3:0 im Endspiel gegen den Landesligisten ASV Rimpar war eine Demonstration: So wird die neue Form des Hallenfußballs gespielt. Und deswegen ist Bezirksspielleiter Bernd Reitstetter auch überzeugt davon, dass "sein" Vertreter am nächsten Samstag in Hallbergmoos bei der "Bayerischen" auch was reißen kann: "Sand wird weit kommen, das Halbfinale sollte drin sein."
Nun, davon wollte Eigner, der mit dem SV Memmelsdorf schon mal den Sprung ins Landesfinale geschafft hatte, am Samstag kurz vor Mitternacht noch nichts 1#googleAds#100x100 wissen. "Wir fahren da hin, um die Atmosphäre zu genießen." Warum so vorsichtig diesmal? "Die Konkurrenz dort ist von hoher Qualität. Und wir hatten heute auch ein paar Mal Glück." Stimmt. Sowohl im Viertelfinale gegen den sensationell starken A-Klassisten TSV Mainbernheim als auch im Halbfinale gegen den Landesligisten und Titelverteidiger SV Euerbach/ Kützberg musste ein Sechsmeterschießen fürs Weiterkommen herhalten.
"Im Finale waren wir aber richtig stark", lobte Eigner den konzentrierten Auftritt, den Dinis Ribeiro, Sven Wieczorek und Marc Fischer in Tore ummünzten. Da blieb dem in der Runde für die zweite Mannschaft zuständigen ASV-Trainer Andreas Ordnung nur Anerkennung: "Sand ging schnell in Führung und hat dann einfach die Qualität, so etwas runter zu spielen."
Vielleicht wäre das Endspiel etwas spannender ausgefallen, hätte nicht bereits im Halbfinale die Begegnung FC Sand gegen SV Euerbach/Kützberg geheißen. Im Sechsmeterschießen unterlag der SV mit 6:7, nachdem er zuvor dem späteren Turniersieger mit 3:3 einen tollen Schlagabtausch geliefert hatte. Im besten Spiel des Abends lag der Landesligist durch Treffer von Thomas Heinisch (2) und Wladimir Slintchenko 31 Sekunden vor Schluss gar mit 3:2 vorn, ehe der siebenfache Torschütze Sven Wieczorek einen Sechsmeter zum Ausgleich verwandelte.
Stolz wie Oskar durfte der Außenseiter schlechthin sein: der TSV Mainbernheim. Der A-Klassen-Spitzenreiter brachte das Kunststück fertig, alle drei Gruppenspiele mit einem Remis zu absolvieren. Als einer der zwei besten Dritten gelang tatsächlich der Sprung ins Viertelfinale, dumm nur, dass wie schon in der Vorrunde (2:2) Topfavorit Sand der Gegner war. Doch erneut trumpfte der "Zwerg" auf, stellte dem "Riesen" fast ein Bein. "Super-Turnier, ein Weltklasse-Ergebnis für meine Mannschaft", freute sich Trainer Kabil Jabiri trotz der 3:4-Niederlage im Sechsmeterschießen, das nötig geworden war, nachdem der TSV 32 Sekunden vor Schluss zum 1:1 ausgeglichen hatte.
Der Kreisklassist TSV Kirchaich, der als Vierter des Schweinfurter Kreisentscheids den Sprung nach Kitzingen gepackt hatte, verlor in der Vorrunde nach starkem Auftakt (2:1 gegen Marktbreit-Martinsheim) etwas die Konzentration. "In der Defensivbewegung zu schlecht und offensiv die Züge nicht konsequent zu Ende gespielt", beschrieb Spielertrainer Harald Kaiser das 0:4 gegen den TV Wasserlos, der diese Fehler mit Kontern eiskalt bestraft hatte. Der Außenseiter hatte klammheimlich aufs Viertelfinale gehofft, es aber in der ausgeglichenen Gruppe B aufgrund des schlechteren direkten Vergleichs der drei Mannschaften mit je drei Punkten untereinander verpasst. "Dennoch war's eine super Erfahrung", war Kaiser nicht sauer.
Bezirksspielleiter Reitstetter zog ein positives Fazit der Futsalsaison und insbesondere der unterfränkischen Meisterschaft in der Kitzinger Sickergrundhalle: "500 Zuschauer sind eine tolle Kulisse gewesen. Das ist auch ein Beleg dafür, dass der Modus ankommt."