Wenn das Gatter fällt, dröhnen die Motoren auf der Bramberger Alm. Die "Nordbayern-Thüringen-Motocross-Challenge" macht am Samstag und Sonntag wieder im Landkreis Station.

Der BMC Bramberg ist ein erfahrener Ausrichter solcher Großveranstaltungen. Seit Wochen schon sind die zahlreichen Helfer im Einsatz, um den Motocross-Fahrern optimale Bedingungen zu bieten. Mähen, das Entfernen von Sprungkanten und Spurrinnen und das Abmulchen der gesamten Rennstrecke gehören zu den umfassenden Vorbereitungsmaßnahmen.

Strecke ist beliebt

Keinen Einfluss haben die Veranstalter auf das Wetter. Bei Trockenheit gestalten sich die Vorarbeiten schwieriger. Auch im Rennen kann das zu Problemen führen, wenn der Vordermann in einer Staubwolke verschwindet und nicht mehr zu sehen ist. Aber auch damit können die Bramberger umgehen. Mit Traktoren bewässern sie die Strecke, damit die Fahrer eine gute Sicht haben. Die Bramberger Rennstrecke ist bei den Fahrern beliebt. Die unterschiedliche Streckenbeschaffenheit und die verschiedenen Untergründe machen den besonderen Reiz beim Motocross aus. Die Fahrer müssen sich ständig den Gegebenheiten anpassen. Mal ist der Untergrund sandig, mal lehmig. Die Teilnehmer meistern steile Kurve, zeigen rasante Sprünge über Hügel und brettern über Bodenwellen.

Komplexer Extremsport

Der komplexe Extremsport Motocross ist nicht nur für die Fahrer anstrengend, er verlangt auch dem Material viel ab. In beiden Punkten bewegt man sich im Grenzbereich.

Deswegen sollte ein Fahrer zwei Dinge mitbringen: Grundkondition, um nicht schon nach wenigen Runden aus dem Rennen auszuscheiden, sowie Grundkenntnisse im Umgang mit einem Schraubenschlüssel.

Aber auch die persönliche Ausrüstung muss stimmen. Abriebfeste Kleidung bewahrt vor Schürfwunden. Eine Protektorenjacke mit eingebauter flexibler Rückenplatte schützt die Wirbelsäule und bietet Schutz vor Verletzungen an Armen, Ellenbogen und Schultern. Ein Nackenschutz stabilisiert diesen empfindlichen Bereich und ein Helm darf selbstverständlich auch nicht fehlen. Beim Motorrad müssen Bremsen, Gasgriff, Kettenspannung, das Fahrwerk und die Räder funktionieren, vom Motor ganz zu schweigen.

Am Bramberger Berg werden wieder zahlreiche Moto-Cross-Größen am Start sein. Einige "Lokalmatadore" vom BMC Bramberg und aus der Umgebung sind ebenfalls mit von der Partie. In der Klasse 8 starten unter anderem Matthias Huppmann aus Bramberg, Nils Reuner aus Maroldsweisach und David Seits, während Marco Haas aus Hellingen in der Klasse 7.1 auf die Strecke geht. Ein besonderer Höhepunkt für die Zuschauer wird auch wieder das Seitenwagen-Rennen um den Veteranen-Cup sein, zu dem sich schon viele Paare gemeldet haben.

Der Zeitplan

Am Samstag, 10. August, ist um 7.30 Uhr Fahrerbesprechung für die Klasse 1 (50 ccm), Klasse 2 (65 ccm), Klasse 3 (85 ccm und Frauen), Klasse 4 (MX 2 Jugend), Klasse 7.1 (MX 35) und Klasse 7.2 (MX 45). Anschließend ist ab 8 Uhr freies Training und Pflichttraining. Ab 12.30 Uhr finden die Wertungsläufe statt. Am Sonntag, 11. August, ist der Start der Klasse 5 (MX 2), Klasse 6 (MX 1), Klasse 8 (Hobby) und Klasse 9 (Seitenwagen-Cup) mit der Fahrerbesprechung um 7.30 Uhr und dem freien und Pflichttraining ab 8 Uhr. Ab 12 Uhr finden die Wertungsläufe statt. Die Siegerehrung ist für 17.45 Uhr vorgesehen.