Ob es an diesem Wochenende leichter wird für die "Hawks" des ESC Haßfurt (7./3 Punkte), zumal sie es diesmal nicht mit Bayernligisten zu tun haben in der Bayernliga-Abstiegsrunde, Gruppe B? "Auf keinen Fall", erwartet Trainer Martin Reichert vielmehr wieder zwei "extrem harte Brocken, so wie immer in der Verzahnungsrunde". Im Auswärtsauftritt am Freitag (20 Uhr) beim ESV Buchloe (3./7) und im Heimspiel am Sonntag (18.30 Uhr) gegen den ESV Vilshofen (8./0), sind wieder Konzentration, Einsatz und Wille gefragt.

Schon bei den "Freibeutern" in Buchloe erwartet der Sylbacher wie im Vorjahr "eine ganz enge Kiste." Zwar gewannen die Haßfurter vor elf Monaten ihre Heimpartie in der damaligen Verzahnungsrunde mit 6:4. Das erste Aufeinandertreffen in der "Sparkassenarena" ging jedoch knapp mit 5:6 verloren. Der Sieg nutzte Buchloe aber nichts, denn am Ende stand der Abstieg in die Landesliga zu Buche. Und diese soll nun unbedingt wieder nach oben verlassen werden. Den ersten Schritt dazu machte die Mannschaft von Trainer Alexander Wedl. Nach 18 Partien beendete sie auf dem vierten Tabellenplatz ihre Vorrundengruppe 2 mit 38 Zählern. Bemerkenswert dabei die Heimstärke der Schwaben: Bei neun Auftritten fuhren sie acht Siege ein. "Buchloe will natürlich unbedingt wieder in die Bayernliga", weiß Reichert und verweist auf den tollen Start der "Pirates" in die Verzahnungsrunde. Sie gewannen mit 6:3 gegen Vilshofen und mit 5:2 beim ERSC Amberg. Jüngst jedoch gab es einen Rückschlag. Während das Heimspiel gegen Schongau mit 2:3 verloren ging, hatten sie auch in Kempten das Nachsehen. Zumindest gelang den "Sharks" der Siegtreffer erst im Penaltyschießen, so dass Buchloe wenigstens einen Zähler mit nach Hause nehmen konnte.

Zu einem Kellerduell - zumindest bei einem Blick auf die Tabelle - kommt es am Sonntag, wenn der ESC Vilshofen zum zweiten Mal in dieser Saison seine Visitenkarte im Haßfurter Eisstadion abgibt. Den Niederbayern gelang als Tabellenfünfter der Vorrunde gerade noch der Einzug in die Verzahnungsrunde. Dort läuft es jedoch nicht so rund wie erhofft. Nach drei Partien - das Heimspiel gegen Geretsried wurde wegen schlechter Witterungsbedingungen abgebrochen - stehen die "Wölfe" noch ohne Punkt da. Eine Packung setzte es dabei beim Spitzenreiter EA Schongau: Bei der 1:11-Klatsche waren sie ohne Chance.

"Wie in jedem anderem Spiel auch wollen wir mehr Tore als der Gegner schießen und die Punkte einfahren", betont Reichert, für den der 5:2-Heimerfolg in der Vorrunde längst vergessen ist. "Die Karten sind neu gemischt. Vilshofen will endlich auch punkten und wird uns ganz sicher das Leben sehr schwer machen", erwartet er "eine ganz andere Partie als vor zwei Monaten. Die 1:11-Niederlage in Schongau spielt für uns keinerlei Rolle."

Andererseits ist er überzeugt, dass das Selbstvertrauen seiner Mannschaft nach der überzeugenden Vorstellung gegen Dorfen gewachsen ist. "Ich wünsche mir natürlich, dass wir uns bereits in Buchloe wieder so präsentieren. Dann sind auch wir eine schwer zu knackende Nuss. Und dann den Schwung mitnehmen ins Heimspiel. Wir müssen in jedem Spiel unsere Leistung abrufen, jeder hat sich an seine Aufgaben zu halten. Und wir dürfen uns das Leben mit leichtsinnigen Fehlern nicht selbst schwermachen."

Für die Abwehr steht Alexander Stahl nach seiner Sperre wieder zur Verfügung. Dagegen müssen die "Hawks" wohl noch diese Woche auf Frederic Rambacher verzichten, der sich gegen Dorfen eine Bänderverletzung zugezogen hat. Lucas-Andreas Thebus, Fabian Vollert, Michael Stach sowie Marco Hildenbrand fallen weiterhin aus. ESC Haßfurt: Martin Hildenbrand, Jung - Hora, Ribarik, Stahl, Max Hildenbrand, Marx, Rambacher (?), Bates - Kurz, Trübenekr, Lang, Babkovic, Franek, Sramek, Hümmer, Dietrich, Zösch, Kratschmer, Breyer