Aus Würzburg kam eigens der ehemalige Weihbischof. Helmut Bauer weihte am Montag eine neue kleine Feldkapelle, die in der Allee in Pfaffendorf neben der Pension "Seeblick" steht.

Die guten Kontakte zu dem Oberhirten aus der Domstadt gehen auf eine Wirte-Wallfahrt zum Kreuzberg zurück, die dem Vernehmen nach schon seit Jahrzehnten die Wirte-Familie Schober vom Gasthaus "Zur Sonne" mit dem Weihbischof verbindet. Nun kam er in den Maroldsweisacher Gemeindeteil, um eine von Christel und Nikolaus Schober gestiftete Marienkapelle zu weihen.

Schober erklärte, dass es zwei Gründe für seine Frau und ihn gegeben habe, eine Kapelle zu stiften. Einmal sei es die eigene, relativ gute Gesundheit und andererseits das 100-jährige Bestehen seiner Gastwirtschaft.

Der Weihbischof Bauer meinte, er könne die Beweggründe gut nachvollziehen, da er selbst in seinem Wohnort im Kahlgrund im Spessart eine Kapelle gebaut habe. So eine Kapelle sei nicht nur ein Schmuck, sondern drücke auch Dankbarkeit aus und sie lade als "Denk-Mal" zum Nachdenken ein.

Eine Gottesmutter-Skulptur, die den Heiland auf Händen trägt, schmückt den Innenraum der kleinen Sandstein-Kapelle.

Assistiert von Pfarrer Pater Richard Brütting aus Pfarrweisach und Pfarrer Stefan Köttig aus Altenstein weihte Bischof Bauer die schmucke Kapelle im Beisein vieler Gläubigen.

Anschließend zog man zum Gasthaus "Zur Sonne", um gemeinsam die Einweihung und das 100-Jährige zu feiern. Dort gratulierte Bürgermeister Wilhelm Schneider (CSU) den Schobers zum großen Jubiläum.

Die Gastwirtschaft mit Pension sei ein florierender Betrieb in der Marktgemeinde, da dort jährlich um die 12 000 Übernachtungen verzeichnet würden. Das Gasthaus "Sonne" wird bereits in vierter Generation betrieben.