Eine Besucherin äußerte sich beim Heimgehen sehr erfreut: "Es war sehr schön, eine tolle Stimmung und eine gute Atmosphäre." Gefragt nach ihrer Motivation, warum sie alle Jahre wieder so engagiert in Bütt und Faschingsgeschehen einsteigen, äußerten sich die Akteure unterschiedlich. Brunhilde Lieb meinte: "Weil die keine anderen Deppen finden. Ich wollte schon vor zwei Jahren aufhören." Aber lassen könne sie es doch nicht. Roland Ludwig stellte trocken fest: "Weil ich schon immer ein Faschingsnarr bin." Und für Sabrina Finnie ist "Faschingszeit unsere Zeit, sie ist unser Leben."

Die Pfaffendorfer Prinzengarde, angeführt von Zeremonienmeister Dieter Schwarz, geleitete das Prinzenpaar Thomas I. (Popp) und Katrin I. (Markert) herein, um einen mitreißenden Gardetanz aufs Parkett zu legen. Ihr Talent als künftige Gardemädchen ließen die Mädels der Teenie-Gruppe Heubach im Outfit von Stewardessen aufblitzen. Eine Showtanzgruppe aus Junkersdorf löste mit ihrem "Twist again" Begeisterungsstürme aus, ebenso wie wenig später ein Show-Tanz der Pfaffendorfer Gardemädchen, kostümiert wie Al Capone mit seiner Gang.

Mit einem "Männerballet" ganz anderer Art setzten fünf Fußballer des TSV einen Glanzpunkt an den Schluss des überaus gelungenen Abends. Als "Crazy Birds" ließen sie im Schwarzlicht Vögel tanzen.

Des Pfarrers Fehler

Eine Reihe von Büttenreden durchzog den Abend, angefangen bei Michael Popp, der als Babysitter seine hoffnungslosen Bemühungen mit einem ausgelassenen Bengel schilderte.

Brunhilde Lieb schlüpfte in die Rolle eines Pfarrers, der seine erste Predigt hielt und infolge von zu viel Beruhigungsalkohol peinliche Fehler machte bis hin zu "Prost" statt "Amen". Sabrina Finnie stellte als "Miss Germany" dar, was man durch chirurgische Eingriffe an einer Frau alles zum Positiven verändern kann. Als in Pfaffendorf stationierter Dorfpolizist schilderte Claus Müller seine Erlebnisse. Mit Basstuba bewaffnet trat Roland Ludwig vor das Publikum, um außerordentlich "unvollendet" aufzuspielen.

Eine besondere Version des Märchens "Aschenputtel" führte eine Gruppe auf. Mit dem Sketch "Das Telefonat" ließen Rainer und Denise Nöller lebendig werden, welche wüsten Verwechslungen bei einem Schaltfehler in der Telefonleitung auftreten können, wenn beispielsweise nach dem Befinden der frisch operierten Frau gefragt wird, die Antwort aber aus einer Motorradwerkstatt kommt.

Beim Sketch "Adelheid und Gustav" karikierten Ingrid Schwarz und Rainer Nöller zwei alte Menschen, die sich am Pfaffendorfer Dorfweiher so ihre Gedanken machen und Witzchen gekonnt auf lokale Personen und Geschehnisse münzen.

Who is who?

In einem Ratespiel karikierten Sabrina und Bianca Finnie Pfaffendorfer und ließen sie vom Publikum erraten. Fetzige Stimmung in die Bude brachten Hubertus Hornung und Rainer Nöller mit ihrem Rockerauftritt. Sich selbst wie auch Personen und größere oder kleinere Missgeschicke im Dorf nahmen die drei Dorftratschen Brunhilde Lieb, Brigitte Schwarz und Bianca Finnie auf den Arm. Letztere hatte beispielsweise ihren Freund ins Zimmer eingeschlossen, als sie in der Früh zur Arbeit ging, er allerdings dann nicht konnte. Durch das Programm führte Günther Reß, musikalisch für Schwung sorgte Hubert Gerlach aus Bischberg.