Hochwasser in Maroldsweisach: Auch der Markt Maroldsweisach im Landkreis Haßberge blieb von der Unwetterfront am Sonntag (4. Juli 2021) nicht verschont. Von vollgelaufenen Kellern bis hin zur Sperrung der B279 hatten die örtlichen Feuerwehren alle Hände voll zu tun. "Es war viel schlimmer als gedacht", erklärt Kommandant Andre Grüner. Auch in Fürth tobte das Unwetter und verursachte einen wahrhaftigen Sturzbach, der die angrenzenden Grundstücke flutete.

"Diese Wassermassen sind wir einfach nicht gewohnt", erzählt Grüner. "Das wird immer extremer." Bisher sei man immer glimpflich davongekommen, so schlimm wie gestern sei es noch nie gewesen. "Normal ist die Welt in Maroldsweisach noch in Ordnung. Aber das war eine Schneise der Verwüstung", nennt der Kommandant die Wasserfluten, die die Gemeinde am Sonntagabend heimgesucht haben.

Hochwasser in Maroldsweisach: Schlammwasser flutet die Keller

Insgesamt waren acht von zwölf Feuerwehren im Einsatz. "Wir hatten einige vollgelaufene Keller, wo Hab und Gut in Gefahr war", erklärt Grüner. "Ich habe mir das angeschaut, das war schon sehr heftig", bestätigt Bürgermeister Wolfram Thein (SPD). Schlammwasser habe die Keller geflutet, in einem sei sogar Kanalwasser gestanden. Da habe es die Fäkalien aus dem Boden gedrückt, sagt Grüner.

In der Regel versuche man, das Fäkalwasser wieder in den Kanal zu pumpen. "Aber in dem Haus möchte man danach nicht drin sein." Bis zu 50 Zentimeter sei das Wasser in den Kellern gestanden, außerdem musste eine Straße gesperrt werden. "Aus Todtenweisach Richtung Ebern war die Bundesstraße für circa eineinhalb Stunden dicht", sagt Grüner.

Die ganzen Feuerwehren seien den Abend über im Dauereinsatz gewesen. "Trotzdem waren alle Beteiligten sehr gefasst", erklärt der Bürgermeister. "Alle haben sich bemüht, die Keller auszuräumen, manchmal bis zur Erschöpfung. Am Ende waren alle sehr geschafft." Insgesamt sei man der Lage jedoch trotz allem gut Herr geworden, sagt der Kommandant abschließend über das Hochwasser in Maroldsweisach.