"So wie du bist. So und nicht anders sollst du sein." Der Text zum Lied, welches Mädchen und Jungen der Mittelstufe gesungen haben, passte haargenau auf Margit Lesch. Zwölf Jahre leitete die 55-Jährige das Förderzentrum der Lebenshilfe Haßberge in Sylbach.

Dabei habe sie ihre Stellung als Chefin "nie ausgenutzt. Weder den dir anvertrauten Schülern, noch deinen Mitarbeitern gegenüber", betonte ihre Stellvertreterin Alexandra Krines-Beßler bei der offiziellen Verabschiedung der Sonderpädagogin, die nun zur Lebenshilfe nach Schweinfurt wechselt. Krines-Beßler, die der "Teamplayerin" Margit Lesch herzlich dankte, übernimmt nun kommissarisch die Leitung, bis seitens der Regierung von Unterfranken über eine Schulleitung entschieden werden kann.

Verabschiedet wurde die gebürtige Würzburgerin, die 2004 als Nachfolgerin von Oswald Tränkenschuh die Leitung der Lebenshilfe-Schule
übernahm, zum einen von ihren Kollegen sowie den Kindern und Jugendlichen aus Schule und der angegliederten Tagesstätte mit Liedern und Dankesworten. Aber auch der Elternbeirat, Vertreter von Grundschule und der Franz-Ludwig-von-Erthal-Schule, das Bayerische Rote Kreuz (BRK), dritter Bürgermeister Stephan Schneider seitens der Stadt Haßfurt, Hans-Werner Steger seitens der Lebenshilfe Ebern, Vorsitzende Angelika Tschischka für den Betriebsrat, Lebenshilfe-Geschäftsführer Olaf Haase sowie Timo Zirnsak vom Vorstand dankten ihr für den gezeigten Einsatz. In erster Linie für die Schülerinnen und Schüler, "die Ihnen Bildung, Förderung und Entwicklung verdanken können und die Ihnen natürlich auch ans Herz gewachsen sind", sagte der zweite Vorsitzende. Besonders hob er die feste Installation einer Außenklasse sowie die Schaffung eines Außenarbeitsplatzes am ersten Arbeitsmarkt hervor, für die sich Margit Lesch stark eingesetzt und mitgewirkt hat.

Die Zusammenarbeit bezeichnete Timo Zirnsak als "sehr eng und intensiv und von vielen neuen Herausforderungen geprägt." Margit Lesch hatte eine feste gemeinsame Grundlage und Zielsetzung: "Die Förderung der Entwicklung unserer anvertrauten Kinder." Sie habe "Verantwortung gelebt" und sei "zum festen Bestandteil unserer Lebenshilfe Haßberge geworden", sagte Zirnsak. rn