Die Existenz der Eberner Lebenshilfe steht auf der Kippe. Aktuell fehlen vier Kinder, um die Mittelschulstufe gemäß den Vorgaben der Zuschussgeber zu erhalten. Von der Mittelstufe hängt möglicherweise die weitere Existenz der gesamten Einrichtung ab.

Damit eine drohende Schließung nicht eintritt, rufen eine zwischenzeitlich gebildete Elterninitiative, die Mitarbeiter der Tagesstätte und die Vorstandschaft der Lebenshilfe Ebern zur Teilnahme am Tag der offenen Tür auf. Dieser findet am Samstag, 8. Juli, von 14 bis 17 Uhr in der Lebenshilfe im Gebäude der einstigen Berufsschule in der Mozartstraße statt.


Neue Anmeldungen?

"Wir wenden uns neben allen interessierten Bürgern, besonders an Eltern von Kindern mit Behinderung, die derzeit möglicherweise nicht einmal etwas von der Existenz der Lebenshilfe in Ebern wissen, und sogar näher an Ebern als am Standort in Bamberg oder auch Haßfurt wohnen", heißt es in der Einladung.

Denn die Lebenshilfe im Altkreis Ebern deckte von Anfang an auch den Bereich bis Baunach und den umliegenden Ortschaften ab.

Und auch in Richtung Haßfurt gebe es Übergangsbereiche, z.B. bis Hofheim, die ebenfalls interessant sein können für Eltern, die sich eine Beschulung ihrer Kinder in Ebern vorstellen können, meinen die Initiatoren des Aufrufs.

"Sie sind herzlich eingeladen, sich am kommenden Samstag ein umfassendes Bild von dieser wunderbaren Einrichtung mit ihrem freundlichen und engagierten pädagogischen Fachpersonal zu machen", fasst Elternbeirat Ralph Bremicker aus Kirchlauter zusammen.


Anerkannte Erzieher

Auch die beiden Mütter Silke Jeschek und Peggy Porzner berichten nur Gutes von der Einrichtung berichten. "Hier gehen die Kinder und Jugendlichen auf ihre Erzieher zu, nicht umgekehrt", freuen sie sich mit und für ihr Kind.

"Das ist ein Zeichen, dass das Fachpersonal einen hohen Stellenwert bei den Kindern und Jugendlichen hat", so Silke Jeschek weiter.

Gerade für Kinder, die sich verbal nicht gut äußern können, sei ein gutes und vertrautes Verhältnis zu den Mitarbeitern sehr wichtig, sind sich die Eltern sicher.

"Vielleicht ist das familiäre Umfeld und die Integration der Kinder in das städtische soziale Leben in Ebern auch für Ihr Kind ein guter Ansatz für seine weitere Entwicklung", wendet sich Silke Jeschek direkt an betroffene Eltern.

"Für uns ist die Lebenshilfe in Ebern, die es bereits seit fast 50 Jahren gibt, eine Perle, etwas ganz Besonderes", stellt die Mutter und erfahrene Pädagogin fest. "Wir fänden es jammerschade, wenn künftig nur noch große Einrichtungen existieren, in denen die Individualität und Familiarität verloren gehen."

Deshalb bitten Elternvertreter und Personal alle Interessierten - und gerne mit Kind - um Teilnahme am Samstag, an dem auch das pädagogische Personal und die Verantwortlichen für alle Fragen zur Verfügung stehen, um sich über die Einrichtung mit all ihren Möglichkeiten zu informieren.