Landrat Rudolf Handwerker (CSU) begründet seine Entscheidung so: "Bei einem Tierheim ist es ganz wichtig, dass es von der Bevölkerung getragen und angenommen wird. Darum macht es keinen Sinn, ein Tierheim an einem Standort zu errichten, gegen den die Bevölkerung von vorneherein ist".

Einen sachlichen Grund gegen den Standort Schlettach gibt es nach seiner Ansicht nicht. Aus naturschutzfachlicher Sicht wäre an dem Standort Schlettach ein kleines Tierheim möglich, meint er. Derzeit gibt es laut Behörde keine konkrete Alternative für einen Standort.

Damit bleibt die Fundtierbetreuung im Landkreis weiterhin ungelöst. Die Tierschutzinitiative Haßberge (Oberschwappach) hatte diese Aufgabe übernommen, nachdem das Veterinäramt das Tierheim in Haßfurt geschlossen hatte. Vor einem Jahr kündigte sie aber den Vertrag.

Fundtiere müssen damit in Tierheime außerhalb des Landkreises gebracht werden. Jüngstes Beispiel: Ein Hund, der vor einigen Tagen in Ebelsbach aufgegriffen worden ist. Das Tier wurde im Tierheim in Schwebheim abgegeben, wie die Verwaltungsgemeinschaft in Ebelsbach informierte. Der Hund ist fünf bis acht Jahre alt, 50 Zentimeter hoch, kastriert und lahmt am hinteren Bein. Die VG sucht nach dem Besitzer und bittet um Mithilfe (Ruf 09522/72517).