Da pfiffen selbst die erfolgsverwöhnten Leistungsträger wie Schützenmeister Joseph Borschert oder dessen Stellvertreter Helmut Stubenrauch anerkennend durch die Zähne: Mit einem Superblatt, einem 3,2-Teiler, hat Markus Stretz das diesjährige Hubertusschießen der Schützengesellschaft Ebern für sich entschieden. Der Schießwettbewerb zählt seit Jahren zu den Höhepunkten im Vereinsleben des rührigen Ortsvereines.

Freudestrahlend konnte Stretz die Hubertusscheibe in Empfang nehmen. Die Preisverteilung lag in den Händen des Eberner Aushängeschilds und Zweiten Schützenmeisters Helmut Stubenrauch. Der brachte deutlich zum Ausdruck, dass er sich nicht erinnern könne, je einen Schützen für einen derart präzisen Treffer auf die Scheibe ausgezeichnet zu haben. "Einfach Spitze", sagt er.

"Die Abweichung von der Mitte ist ja kaum mehr messbar. So einen Schuss landet man nicht oft im Leben", bescheinigte auch Schützenmeister Joseph Borschert dem jungen Eberner eine famose Leistung. Markus Stretz, Spross einer Familie mit mehreren eifrigen Schützen, ist seit etwa zwei Jahren bei der Schützengesellschaft aktiv

Er stellte weiterhin fest, dass bei diesem Schießen bessere Teiler als beim Königsschießen erzielt wurden. Den Grund dafür könne er sich nicht erklären. Er dankte allen für die rege Teilnahme und guten Sport. Dem Zusammengehörigkeitsgefühl des Schützenvereines tue diese traditionelle Veranstaltung in jedem Fall gut, zumal sie sich großer Beliebtheit erfreute.

Die Teilnehmer konnten eine oder zwei Serien à zehn Schuss abfeuern. In die Wertung kamen jeweils die beiden besten Treffer.

Als Preise gab es für die Gesamtsiegerin Heidi Borschert einen Schinken und auch die weiteren Teilnehmer gingen nicht leer aus und konnten Würste aus der eigenen Schlachtung mit nach Hause nehmen.

Heidi Borschert siegt

Und hier die Gesamtplatzierung die sich nach den besten zwei Teilern gerichtet hat: 1. Heidi Borschert 12,4 - und 41,4-Teiler = 53,8 - Teiler, 2. Ralph Schneider 20,5- und 55,5-Teiler = 76,0-Teiler, 3. Joseph Borschert 39,2- und 57,9 Teiler = 97,1-Teiler, 4. Nadja Schneider 18,3 - und 99,2- Teiler = 117,5-Teiler, 5. Kevin Heider 59,9 - und 100,4 - Teiler =160,3-Teiler.

So werten die Schützen

Ziel beim Luftgewehrschießen ist es, auf zehn Meter möglichst zentral ins "Schwarze" auf der Schießscheibe zu treffen. Das "Schwarze" ist bei den Luftgewehrschützen ein drei Zentimeter großer Ring, der von sieben weiteren Ringen umgeben ist.

Bei jedem Schuss kann man null bis zehn Ringe erreichen Null Ringe bedeutet, dass die Scheibe verfehlt wurde, Zehn Ringe, dass der Punkt in der Mitte getroffen wurde.

Treffer im Zentrum der Scheibe werden zusätzlich in Teilern bewertet. Der Teiler ist die Maßeinheit für die Abweichung von der Scheibenmitte, die heute elektronisch ermittelt werden kann. Je näher der Schuss am Mittelpunkt sitzt, desto niedriger der Teiler.