In seiner Sitzung am Montag musste der Stadtrat zur Kenntnis nehmen, dass das Hofheimer Freibad so marode ist, dass es neu gebaut werden muss. Es soll ein Musterbad für ganz Bayern werden, wie es hieß. Bis es so weit ist, sind mehrere Hürden zu überwinden.

Bürgermeister Wolfgang Borst (CSU) teilte mit, dass städtische Freibäder nicht mehr gefördert werden, aber Hofheim in die Förderung städtischer Freibäder mit überregionaler Bedeutung fällt und demnach mit einer Förderung rechnen kann. Die in Aussicht gestellte Höhe des Zuschusses wurde in der nichtöffentlichen Sitzung behandelt.

Wie es aussieht, soll das neue Freibad von allen Gemeinden im Gebiet der Gemeinde-Allianz Hofheimer-Land betrieben werden. Die Allianz bilden die Kommunen der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Hofheim und die Marktgemeinde Maroldsweisach.
Die Kommunen hätten bereits eine Vereinbarung unterzeichnet, teilte Bürgermeister Borst mit. Die Kosten sollen nach einem Besucherschlüssel verteilt werden.
Das Freibad soll bis Juni 2014 in Betrieb gehen. Für den Bau soll ein Architekten-Wettbewerb ausgeschrieben werden. An Kosten werden heuer noch 80 000 Euro erwartet. Die Summe wurde bereits im Haushalt 2013 eingestellt. Der Stadtrat stimmte zu.

Das Projekt steuert die obere Baubehörde in Würzburg, damit schnell die Ausschreibungen erfolgen können. Anfang 2014 soll mit dem Bau des Musterbades begonnen werden. Hofheim habe die Chance, ein Freibad zu bekommen, das alle neuen Richtlinien erfüllt und wirtschaftlich unterhalten werden kann, meinte Borst.

In Hofheim gibt es die Biomasse-Wärmeversorgung Hofheim GmbH, die ein Nahwärmenetz errichten und betreiben will, an das hauptsächlich öffentliche Gebäude der Stadt und des Landkreises (Haus des Gastes, Volksschule, Hallenbad und Realschule) angeschlossen werden sollen. Das neue Freibad soll ebenfalls in das System eingebunden werden. Vor kurzem war der erste Spatenstich für die Biogasanlage vollzogen worden, die zwischen Hofheim und Ostheim entsteht.

Wie in der Diskussion deutlich wurde, liegen beim Nahwärmenetz die Hauptkosten bei der Erstellung des Netzes. Die Wärme liefert die Biogasanlage fast umsonst, erklärte der Hofheimer Bürgermeister Borst.