Nur etwa eine Stunde hat die Sitzung des Bauausschusses der Stadt Ebern am frühen Mittwochabend gedauert. Eine Ortseinsicht fand statt und einige Bauanträge waren zu beraten. Für den meisten Diskussionsstoff sorgten Anträge von Drittem Bürgermeister Werner Riegel (SPD). Er brachte Urnengräber auf Friedhöfen der Stadtteile ins Gespräch und regte an, über einen Waldfriedhof nachzudenken.

"Anfragen nach Urnengräbern aus den Stadtteilen sind da", sagte Riegel. Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) erklärte hierzu, dass sich der Stadtrat mit diesem Antrag befassen müsse. Er sagte: "Wir werden sicher nicht auf jedemFriedhof Urnengräber oder Urnenwände anbieten."

Nooch besteht Prüfbedarf

Es sei alles reiflich zu überlegen und für die Friedhöfe im Stadt- und Verwaltungsgemeinschaftsgebiet sei in dieser Hinsicht ein vernünftiges Konzept zu erarbeiten. Das sagte der Bürgermeister nicht zuletzt wegen der zu erwartenden Investitions- und Folgekosten. Im Stadtbereich Ebern gibt es laut Auskunft von Martin Lang vom Bauamt 15 Friedhöfe, 24 seien es, nimmt man die Gottesäcker aus den Verwaltungsgemeinschaften hinzu.
Hinsichtlich der Anfrage von Werner Riegel, ob ein Waldfriedhof angeboten werden könne, sagte der Bürgermeister, dass sich das Gelände "rund um das Käppele" für so etwas anbieten würde. Gleichzeitig fand er, dass daran viel hänge. Noch bevor man den Gedanken weiter verfolge, müsse einiges geprüft werden müsse. Beide Anträge wolle er im Stadtrat behandeln lassen, aber den Bauausschuss vorab informieren, weil dieser mit dieser Materie sicher häufiger beschäftigt sei.

Bürgermeister Hennemann fand, dass man die "Friedwaldsituation" auch erst einmal auf bestehenden Friedhöfen ins Auge fassen sollte. "Vielleicht bietet sich ja auch hie und da eine solche Bestattungsmöglichkeit, vor allem auch, weil immer mehr Gräber aufgelassen werden."

Wirtshausgespräch

Die Stadträte Markus Fausten (CSU) und Rüdiger Ebert (FW) berichteten, dass diese Bestattungsform erst am Vortag im Wirtshaus in Jesserndorf Thema gewesen sei. Der Bürgermeister erkannte an, dass man sich wohl mit weiteren neuen Bestattungsarten befassen müsse und sich dem nicht verschließen könne. Aber erst kämen die Anträge von Werner Riegel einmal in den Stadtrat.

Mit einem Aufforstungsantrag in der Gemarkung Unterpreppach, zwischen Unterpreppach und Höchstädten, hatte sich der Bauausschuss bei einer Ortseinsicht zu befassen. Bei diesem Beratungspunkt war auch die Unterpreppacher Stadträtin Karin Kaiser (SPD) vor Ort. Der Antragsteller wurde nicht genannt. Bei dem für die Erstaufforstung anvisierten Grundstück handelt es sich um ein längliches, was bereits von drei Seiten mit Wald umgeben ist. Das Gremium stimmte zu.

FTE und Klinik wollen bauen

Die Firma FTE-automotive in Ebern will eine neue Laugenanlage bauen, deren Tank 20 Kubikmeter Fassungsvermögen hat. Sie entsteht nordwestlich der Georg-Schäfer-Siedlung. Auch hier gab es Zustimmung.
Investitionen sind für den Neubau einer Intensivstation der Haßbergkliniken im Haus Ebern geplant. Der Intensivbereich mit fünf Betten soll völlig neu gebaut werden. "Das können wir nur begrüßen", sagte Bürgermeister Hennemann. Solch eine Maßnahme trage doch zur Standortsicherheit des Krankenhauses Ebern bei. Zweiter Bürgermeister Harald Pascher (FDP) merkte an, dass man die Krankenhausverwaltung mit anhalten sollte, mehr Parkplätze auf dem Gelände des Krankenhauses zu schaffen.

Wenn der Hubschrauberlandeplatz aufgelassen werde, könnten sich Möglichkeiten auftun, sagte er. Dafür sieht Hennemann wenig Erfolgsaussichten, weil dieses Problem schon angesprochen worden sei und von der Krankenhausverwaltung für nicht machbar eingestuft wurde. "Hinsichtlich Parkplätzen muss sich auch die Krankenhausverwaltung in die Pflicht nehmen lassen", sagte Stadträtin Brunhilde Giegold (SPD) .

Feuerwehr macht's selbst

Im Bereich des Schulungsraumes der Feuerwehr Ebern sollen die Toilettenanlagen umgestaltet werden. "Die Arbeiten würden von der Feuerwehr in Eigenregie ausgeführt", sagte Bürgermeister Hennemann. Nach den Worten von Bauamtsleiter Martin Lang ist mit Materialkosten von etwa 7500 Euro zu rechnen. Dieser Betrag soll im kommenden Haushalt der Stadt aufgenommen werden, sofern er nicht noch im laufenden Haushalt unter gebracht werden könne.