Nagam ist ein aufgewecktes, hübsches Mädchen aus Syrien. Seit eineinhalb Jahren besucht es, als Kind einer Flüchtlingsfamilie, die in Ebern gestrandet ist, die Mittelschule. Nagam beherrscht Deutsch schon ganz passabel. Nächste Woche wird sie die Schule und Ebern verlassen. Zieht zu Verwandten in Gelsenkirchen, taucht schon wieder in eine neue Welt ein. Raus aus der Geborgenheit der Provinz, rein in die Anonymität, Gefahren und Tücken der Großstadt.

Nagam lässt in Ebern viel zurück. Viele Freundinnen und ein Zitat, das nicht nur ihren Rektor Philipp Arnold tief berührt: "Es gibt verschiedene Farben und es gibt verschiedene Menschen.