"Ich bin eine Wortesucherin", sagt Christiane Weber. Gedanken und Gefühle drückt die Künstlerin in Bildern aus. Die 44-Jährige hat in den Fluren des Zeiler Finanzamtes ihre Werke ausgestellt.

In den vergangenen Monaten habe die Künstlerin für viel Gesprächsstoff gesorgt, meinte der Leiter des Finanzamtes, Hubertus König am Dienstag bei der Finissage (so heißt die Veranstaltung zum Schluss der Ausstellung). "Sie hat den grauen, tristen Berufsalltag bereichert."

Christiane Weber stammt aus Aidhausen und lebt in Nürnberg. Sie druckt ihre Bilder mit verschiedenen Materialien, "vom Fahrradschlauch bis zum Holzstück". Ihr wichtigstes Werkzeug für ihre Kunst ist das Skalpell, sagt sie. Inspiration für die Arbeiten sind für sie "Brüche im Leben". Sie versteckt Geschichten in ihren Bildern.
Welche, verrät sie nicht.

Alles zu Papier gebracht

Eines ihrer Lieblingswerke aus der Ausstellung "Jetzt" ist das Bild mit dem Namen "Sieben Nächte". Für die Arbeit hat sie sieben Nächte lang durchgeschrieben, erzählt sie. "Ich habe alles aufgeschrieben, was mich beschäftigt hat." Vier Tusche stifte hat sie dafür verschrieben.

Als wesentlich sieht sie es in ihrer Kunst an, zu zerstören und wieder neu zusammenzusetzen. "Das spiegelt die Spannung im Leben wieder." Heute, am 13.08, baut sie ihre Arbeiten im Finanzamt ab. Im September stellt sie in Nürnberg aus, und im Oktober hängen einige Kunstwerke der Zeiler Ausstellung sogar in Italien.