Bei Rosi Forstmeier gehen die Stars ein und aus. Derzeit logieren fünf charismatische Persönlichkeiten in der Tigerstube an der Zeiler Altach: Sissi, Mia, Charlie, Shadow und Lieschen, die Fauchende.

Die fünf genießen höchsten Komfort: drei Zimmer, sieben Katzenklos, mehrere blubbernde Katzenbrunnen, unendlich viel Katzenspielzeug und fantasievolle Rückzugsmöglichkeiten. Auf Wunsch können sie auch ein Einzelzimmer beziehen. Aber die meisten Gäste schätzen die Gesellschaft ihrer Artgenossen.

Mindestens zwei Mal am Tag kommt Katzenwirtin Rosi Forstmeier vorbei, um mit ihren Gästen zu spielen, sauber zu machen und das Essen zu servieren. "Sie machen hier ja schließlich Urlaub und zahlen dafür, da sollen sie es auch schön haben", sagt die Altenpflegerin.
Schön ist es in der Katzenpension auf jeden Fall, sauber auch - von den Katzenhaaren mal abgesehen.

Auch Rosi Forstmeier kann über ihre Gäste nicht klagen. "Die meisten haben überhaupt kein Problem sich einzugewöhnen. Katzen sind sehr anpassungsfähig", sagt sie. Die 58-Jährige liebt die eigensinnigen Vierbeiner. "Katzen ordnen sich nicht unter. Wenn sie etwas machen, dann weil sie es wollen. Ich mag ihre Neugierde und ihre Selbstständigkeit. Das macht die Katze aus", sagt sie.

Auch Britta Merkel, Vorsitzende der Tierschutzinitiative Haßberge, liebt Katzen. Warum sonst sollte sie sich ihr Zuhause in Oberschwappach mit 34 Katzen teilen? Die Tierschützerin sucht immer noch händeringend nach einer neuen Bleibe für die Tierschutzinitiative. In ihrem Katzenhaus warten derzeit neun süße Kätzchen auf ein neues Zuhause. Zehn Tiere befinden sich in Quarantäne, eine Katzenmutter zieht ihre vier Jungen groß, und elf Tiere verbringen auf Britta Merkels Gnadenhof ihren Lebensabend. "Sie sind alt oder behindert und können nicht mehr vermittelt werden. Aber ich mag diese Tiere sehr gerne, weil sie wahnsinnig dankbar für die Hilfe sind", erzählt sie.

In Rosi's Katzenpension in Zeil sind derweil Charlie und Sissi aneinander geraten. Der forsche Rothaarige hat der ruhigen Grauhaarigen ihren Lieblingsplatz streitig gemacht. Auch Lieschen schaut vorbei, faucht ein paar Mal, und geht dann wieder. "Sie tut nur so als wäre sie aggressiv", bemerkt Rosi Forstmeier. Sie weiß die Marotten ihrer Gäste liebevoll zu beurteilen.