Ein ungewöhnlicher Fall aus dem Landkreis Haßberge hat die Polizei zunächst rätseln lassen: Am frühen Sonntagmorgen (15. Januar 2023) ging bei der Polizeiinspektion Ebern eine Mitteilung über ein Feuer ein, das im Bereich der Windräder bei Fierst beobachtet wurde. Als die Beamten daraufhin ausrückten, um dies zu überprüfen, fanden sie vor Ort ein Fahrzeug, das in Vollbrand stand. Die Feuerwehren aus Ebern und Fierst waren mit 35 Kräften vor Ort, um das Feuer zu löschen.

Anschließend begann die Ermittlungsarbeit der Polizei: Diese gestaltete sich zunächst aber schwierig, wie die Inspektion berichtet. Denn: Das Fahrzeug war völlig zerstört und zudem waren keine Kennzeichen angebracht. Nachdem das Fahrzeug teilweise zerlegt worden war, konnten erste Hinweise auf die "Identität" des Fahrzeuges gewonnen werden.

Nach Autobrand bei Ebern: Erste Spuren führen nach Bamberg

Weitere Ermittlungen führten schließlich zum letzten offiziellen Halter des Fahrzeugs im Raum Bamberg. Hier erfuhr die Polizei, dass das Fahrzeug an den neuen Eigentümer aus dem Bereich Ebern verkauft worden war.

Der junge Mann gab zunächst an, nichts mit der Sache zu tun zu haben. Bei weiteren Ermittlungen und Vernehmungen stellte sich jedoch heraus, dass der Fahrzeughalter in der Nacht mit seinem nicht angemeldeten Auto eine Spritztour unternommen hatte. Dabei verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und wurde in den Straßengraben geschleudert.

Nach der Bergung des Fahrzeugs entschloss sich der Mann, sein Fahrzeug bei den Windrädern in Fierst mit Benzin zu übergießen und zu verbrennen. "Damit meinte er, die Spuren seiner Tat vertuschen zu können", erklärt die Polizeiinspektion.

Gegen den Täter wird aktuell wegen mehrerer Straftaten, unter anderem Unfallflucht, sowie weiterer Verkehrsstraftaten und Umweltdelikte, ermittelt. Zudem muss er für die Kosten der Bergung und Entsorgung seines Fahrzeugwracks afukommen.

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