Der Gemeinderat Theres hatte sich zuletzt nicht darauf einigen können, die Grundsteuern anzuheben. Vielmehr wollte er erst die Reaktionen in den Bürgerversammlungen in Buch und Horhausen abwarten. In Buch gab es jedoch überhaupt keine Äußerungen zu dem Thema, vielmehr Verständnis dafür.
Bürgermeister Matthias Schneider (CSU) hatte erklärt, dass die Anhebung der Grundsteuern A und B der Gemeinde Handlungsspielraum gebe, den sie sinnvoll nutzen wolle. "Ich will dafür Verständnis wecken, dass wir die Steuern von derzeit 300 auf 400 oder 450 Prozent anheben sollten. Auch wenn dies für niemanden einfach ist", sagte er. "Ich erwarte keine Juhu-Rufe, aber wir sind am Ende dessen angelangt, was wir leisten können", erklärte er.
Für ein Einfamilienhaus steige der Betrag für die Grundsteuer bei einem Satz von 400 Prozent um 42,27 Euro im Jahr an und bei einem Satz von 450 Prozent um 63,41 Euro.
Für ein landwirtschaftliches Anwesen mit rund 80 Hektar müsste bei einem Hebesatz von 400 Prozent jährlich 242,05 Euro und bei einem Hebesatz von 450 Prozent jährlich 363,08 Euro mehr gezahlt werden. Nachdem keiner der rund 40 Bürger nachfragte, kam Schneider speziell auf den Gemeindeteil Buch zu sprechen. Er gab bekannt, dass die Gemeinde heuer ein Anwesen in Buch erworben, 4620 Euro in die Sanierung von Wirtschaftswegen investiert, 23 000 Euro für Beschaffungen und Sanierungsarbeiten im RSV-Sportheim ausgegeben und 14 932 Euro für die ersten Umgestaltungsarbeiten im Friedhof finanziert habe.


Respekt vor der Eigenleistung

"Der erste Bauabschnitt im Friedhof ist sehr gelungen, und ich ziehe meinen Hut vor allen Bürgern, die daran mitgearbeitet haben", betonte er. Immerhin seien 1000 Arbeits- und 100 Schlepper- und Fahrzeugstunden ehrenamtlich geleistet worden. "Was ihr gemeinsam entwickelt und geleistet habt, verdient Respekt", sagte Schneider.
Im zweiten Bauabschnitt seien Pflasterarbeiten auf dem Hauptweg und den Seitenwegen sowie am Vorplatz vor der Aussegnungshalle, die Sanierung dieser Halle, die Herstellung eines Parkplatzes an der Straße, die Sanierung der Mauer zum Anwesen Dotzel und die Vereinheitlichung der Hecken geplant. Außerdem sollten zwei Bäume gepflanzt werden, unter denen Urnen bestattet werden könnten. Da in Buch, Obertheres und Wagenhausen Dorferneuerungen vorgesehen seien, habe der Gemeinderat den Planungsauftrag für Gestaltungsmaßnahmen in den drei Gemeindeteilen für 22 520 Euro vergeben.
Ein dringliches Problem ist die Sanierung der Kläranlage in Buch, wobei für die Planung 10 000 Euro im Haushalt eingestellt sind. "Wir haben seit 2013 insgesamt 106 280 Euro investiert. Doch nun muss die Kläranlage saniert werden", erklärte Schneider. Derzeit würden zwei Varianten geprüft. Die erste Variante sehe verschiedene Sanierungsmaßnahmen an Leitungen, dem Vorbecken, den Teichen, dem Ablauf und der Einleitstelle sowie den Einbau eines Bodenfilters vor. Die zweite Variante beinhalte eine Umgestaltung zur Bodenfilteranlage.


Manches darf nicht ins Klo

Da zurzeit viele Hygieneartikel in den Klärteichen zu finden seien, bat Schneider darum, solches nicht über die Toilette zu entsorgen. Auf Nachfrage von Karl Dotzel sagte er, dass die Kosten für die Sanierung grundsätzlich von allen Theresern über Gebühren finanziert werden sollten. Man könne aber auch Sanierungen in mehreren Gemeindeteilen bündeln und die Kosten zum Teil über die Gebühren und zum Teil über Beiträge finanzieren. Dies müsse der Gemeinderat prüfen.
Auf Anregung des "Bucher Stammtischs" überlegt der Gemeinderat, eine Nahwärmeversorgung in Buch anzubieten. Wie Heinz Stützlein mitteilte, sei es sinnvoll, bei der Dorferneuerung, bei der die Straßen aufgerissen würden, ein solches Nahwärmenetz zu installieren. Dazu findet am Mittwoch, 11. November, um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung mit Barbara Schatz vom Landwirtschaftsamt im Sportheim statt.