Das Gremium des Marktgemeinderates Burgpreppach hatte am Dienstag etliche Punkte zu entscheiden. So muss noch dieses Jahr das Kleinspielfeld an der Grundschule Burgpreppach umfassend saniert werden. Bürgermeister Hermann Niediek machte es so dringend, da das Kleinspielfeld und die Laufbahn enorme Schäden aufweisen und die Gemeinde im Fall eines Unfalles haften müsste. Bei der Ausschreibung beteiligte sich nur eine Firma. Wie Bürgermeister Niediek erklärte, liegt deren Angebot weit unter dem vorgesehen Budget von 50 000 Euro. Der Gemeinderat beschloss die Sanierung. Die finanzielle Seite wurde im nichtöffentlichen Sitzungsteil behandelt.

Saniert werden muss auch die Ortsdurchfahrt der Kreisstraße HAS 46 in Burgpreppach. Die Kosten übernimmt zwar vollständig der Landkreis. Da aber der Verschluss von mehreren Pflastersteinen, die durch Wasserrohrbrüche entstanden sind, beseitigt werden müssen, kommen auf die Gemeinde Eigenkosten von rund 7500 Euro zu.

Eigenbau spart Geld


Ohnehin wird die Kreisstraße HAS 46 zwischen Burgpreppach und Leuzendorf neu gebaut. Dabei will die Gemeinde dafür sorgen, dass gleich ein Leerrohr für die Breitbanderschließung mit verlegt wird, um schnelles Internet im Gemeindebereich zu ermöglichen. Bürgermeister Hermann Niediek hatte den Auftrag im Rahmen einer dringlichen Anordnung bereits vergeben. In der Sitzung erklärte das Gemeindeoberhaupt nun, dass die Gemeinde dadurch 22 700 Euro einsparte. Die Verlegung eines Leerrohres sollte bei der Telekom 81 000 Euro kosten. Durch den Eigenbau kämen nun nur 58 300 Euro an Kosten auf die Gemeinde zu.

Helmut Schwappach gab zu bedenken, dass im Haushaltplan 2014 entsprechende Ausgaben nicht eingeplant seien. Andreas Dellert von der VG führte dazu aus, dass man diese Kosten durch Einsparungen oder Mehreinnahmen abdecken will, ehe eine Darlehensaufnahme ansteht.

Durch die digitalisierte Erfassung der Wasseruhren ergab sich eine Diskrepanz zwischen der zeitlichen Meldung der Hauseigentümer und dem Gebührenbescheid durch die VG Hofheim. Dies wurde nun durch eine Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung für Wasser und Abwasser bereinigt. Ab 2015 sind Vorauszahlungen am 1. Juni, 1. September und 1. Dezember zu leisten. Die Endabrechnung erfolgt dann im Februar folgenden Jahres.


Bedarf an Bürgerbus?

Nach Meinung des Gemeinderats könnte ein Bürgerbus die Mobilität gerade älterer Bürger erhöhen. Deshalb hat Markus Schorn einen Fragebogen entworfen, um den Bedarf an einem solchen Bus abschätzen zu können. Die Bürgerbefragung soll bis Ende September abgeschlossen sein. Im Fragebogen geht es nicht nur um die Einrichtung eines Fahrdienstes, sondern auch um mögliche Kosten und Ziele. Helmut Schwappach machte in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass dabei darauf geachtet werden müsse, keine Kaufkraft von Burgpreppach abzuziehen.

Georg Pannek ärgert es, dass es von Burgpreppach in die Nachbargemeinden keine Radwege gebe, was zum Beispiel beim Überqueren der B 303 immer wieder zu gefährlichen Situationen führe. Er schlug deshalb vor, alte Wege wie nach Römmelsdorf wieder herzustellen. Gefährlich sei zudem das Zustellen der Gehwege im Ort - etwa bei der Raiffeisenbank, bei Edeka und an der Grundschule- mit Fahrzeugen. Zum Arzt und der Apotheke würden die Gehwege gänzlich fehlen. Für Rollstuhlfahrer, Menschen mit Rollatoren und Eltern mit Kinderwägen steige das Unfallrisiko enorm, weil sie auf die Straße ausweichen müssen.

Eine von Pannek ins Leben gerufene Unterschriftenaktion hat bereits ein starkes Echo gefunden. Bürgermeister Niediek erklärte, dass das Parken durch das Anbringen von Parkflächen auf den Gehwegen durch den Landkreis vorgeschrieben wurde. Nun wolle man zusammen mit dem Landratsamt versuchen, das "Gehwegparken" wieder zu beseitigen und Radwegvarianten zu entwickeln.


Ein Fahrzeug für die Feuerwehr

Bertram Reuß von der FFW Gemeinfeld teilte mit, dass man einen gebrauchten VW Bus G5 ausgemacht habe, der als Feuerwehrfahrzeug umgebaut werden könnte. Das fünf Jahre alte Fahrzeug solle 10 000 Euro kosten. Für die Beschriftung, Blaulicht und Innenumbau würden nochmals 3000 Euro ausreichen, bestätigte Reus. Im Haushalt 2014 sind 13 000 Euro für ein anderes Feuerwehrfahrzeug vorgesehen. Bürgermeister Niediek zeigte sich erfreut über die Initiative. Er hoffe, dass man damit für die nächsten Jahre in Gemeinfeld bezüglich eines Fahrzeuges ausgesorgt hat.

Niediek informierte, dass der Steg am Leuzendorfer See, der saniert wurde, wegen Unfallgefahr an der Wasserseite abgesichert werden müsse. Die vorhandene Absicherung sei brüchig geworden. Zuerst sollten die Eltern darauf hingewiesen werden, auf ihre Kinder zu achten, wenn sie den Seebereich besuchen.
Zwei Baugesuche kamen zur Abstimmung und wurden genehmigt. Ludwig Dellert aus Burgpreppach darf landwirtschaftliche Flächen auffüllen. Ralf und Alexandra Gleichmann aus Hohnhausen wollen an ihre Biogasanlage eine Wasserzisterne bauen. Da dadurch die bisherige Wasserabnahmemenge der gemeindlichen Einrichtung nicht berührt wird, hatte niemand etwas dagegen.