Die fränkische Band "Dorfrocker" hat direkt nach einem Waldbrandeinsatz Feuerwehrleute auf ihrer Bühne gefeiert. Doch nicht allen gefallen die Szenen.
Am Samstag (27. Juni 2026) spielten die "Dorfrocker" aus dem Kreis Haßberge im oberpfälzischen Iffelsdorf auf dem Jubiläumsfest der örtlichen Feuerwehr. Just an diesem Tag brach beim benachbarten Pfreimd ein Waldbrand aus, der die öffentliche Aufmerksamkeit über die Grenzen der Oberpfalz hinaus erregte.
Eine Fläche von rund 8000 Quadratmetern brannte, wie die Deutsche Presse-Agentur mitteilte. Ein Hubschrauber unterstützte die Löscharbeiten aus der Luft, während etwa 200 Einsatzkräfte vor Ort die Flammen bekämpften. "Als wir später unseren Song 'Feuerwehren' gespielt haben, kamen sie gerade wieder zurück ins Zelt", berichten die Dorfrocker in den sozialen Medien am 1. Juli über die Freiwillige Feuerwehr Pfreimd.
"Geht einfach überhaupt nicht": Harsche Kritik an Auftritt von Oberpfälzer Feuerwehr
Auf einem Video ist zu sehen, wie die ehrenamtlichen Feuerwehrleute in ihrer Arbeitskleidung und mit Bierkrügen in der Hand auf der Bühne vom Festzelt-Publikum und den "Dorfrockern" gefeiert werden. "Genau so muss das sein! Danke an alle Feuerwehrleute, die immer da sind, wenn andere Hilfe brauchen", schrieb die Band dazu. Knapp 18.000 Likes hat das Video auf Facebook und Instagram zwei Tage später erhalten. Unter die vielen wertschätzenden Kommentare mischen sich jedoch auch kritische Stimmen.
Das Bier und die Arbeitskleidung wurden zum Diskussionsthema: "Wenn man feiern möchte, fährt man zurück, macht die Fahrzeuge klar, zieht sich um und kann dann ins Zelt. Auf dem Rückweg ins Gerätehaus einen Schlenker zum Fest für ein Bier machen, geht einfach überhaupt nicht", lautet eine Kritik. "Damit wird nur wieder das Klischee des Saufvereins 'Feuerwehr' bedient." Weitere User sehen in dem Bild einen Imageschaden für die Feuerwehr.
Ein Mann kommt auf die "Hygiene und Kontaminationsverschleppung" zu sprechen. Demnach hätten sich die Einsatzkräfte zum Schutz ihrer Gesundheit vorher waschen und umziehen sollen. Diese Bemerkungen möchten die "Dorfrocker" nicht unkommentiert stehen lassen. "Man muss das ganzheitlich sehen", sagt Bandmitglied Markus Thomann im Gespräch mit inFranken.de. "Sie haben den ganzen Tag Höchstleistungen erbracht und wollten danach zusammen sein. Es ist menschlich und nachvollziehbar, dass man dann nicht an die Kleiderordnung denkt."
Dankbarkeit: Philipp Thomann erhebt das Wort für Feuerwehren
Sein Bruder Philipp veröffentlichte am Donnerstag (2. Juli 2026) ein Videostatement: "Während andere schon gefeiert haben, sind sie los, um anderen zu helfen", sagt er über die Freiwillige Feuerwehr Pfreimd. Den Moment, in dem sie anschließend geschlossen ins Festzelt kam, habe man gefeiert. "Nicht das Bier, nicht die Feuerwehrhose, sondern die Menschen", betont der Musiker. Ohne diese Menschen wäre unser Land nicht das, was es ist, macht er weiter deutlich.
Anstelle über Bier und Feuerwehrhosen zu diskutieren, solle man lieber dankbar sein und darüber sprechen, dass es ehrenamtliche Feuerwehrleute gebe. Ihr Ansehen leide nicht darunter, wenn sie nach getaner Arbeit ein Bier im Festzelt trinken, sondern wenn sie "fertig gemacht" und "immer überall Fehler gesucht werden", so Philipp Thomann.
Bei einem Flammeninferno im Kreis Lichtenfels riskierten Feuerwehrleute erst kürzlich wieder ihre Gesundheit. Während eines Lagerhallenbrands wurden mehrere Einsatzkräfte verletzt.
Wie heisst es so schön: Der Denunziant is der größte Schuft im eigenen Land ... lasst doch die Jungs feiern.. Sie haben es sich verdient
Gremnet
Und genau wegen solchen Nörglern habe ich sämtliche ehrenamtlichen Tätigkeiten abgelegt. Egal ob Feuerwehr, Rettungsdienst, THW oder Verein. IMMER hat jemand etwas daran auszusetzen, tut aber selbst keine Handstrich. Besonderst schlimm ist das im Rettungswesen geworden. Man muss den RTW abschliessen bevor man in ein Haus geht, sonst versucht irgendjemand ihn weg zu fahren / schieben. Straße gesperrt wegen Unfall / Brand / Baum auf Fahrbahn? Da wird der Kamerad einfach abgedrängt und durch. Irgendwann reicht es. "Warum dauert das so lange? Ich muss da durch". Habe ihm die Kettensäge gereicht, bin gegangen und habe den Dienst quittiert. Es brennt? Baum umgestürzt? Keller voller Wasser? Finger abgeschnitten? Helft euch selbst, ich mag nicht mehr... Vereinswesen? über 400 Mitglieder. An ganzen 15 bleibt alles hängen wenn es um Feierlichkeiten geht. Und dann wird gemeckert. Warum man so lange warten muss, warum so wenige Bedienungen da sind. Oder warum xyz noch nicht fertig ist. Zum Meckern ist immer Zeit, zur Mitwirkung bleibt keine. Schliesslich kostet Netflix Geld, da zählt jede Minute. Danke, tschüss....
Wie heisst es so schön: Der Denunziant is der größte Schuft im eigenen Land ... lasst doch die Jungs feiern.. Sie haben es sich verdient
Und genau wegen solchen Nörglern habe ich sämtliche ehrenamtlichen Tätigkeiten abgelegt.
Egal ob Feuerwehr, Rettungsdienst, THW oder Verein.
IMMER hat jemand etwas daran auszusetzen, tut aber selbst keine Handstrich.
Besonderst schlimm ist das im Rettungswesen geworden. Man muss den RTW abschliessen bevor man in ein Haus geht, sonst versucht irgendjemand ihn weg zu fahren / schieben.
Straße gesperrt wegen Unfall / Brand / Baum auf Fahrbahn? Da wird der Kamerad einfach abgedrängt und durch. Irgendwann reicht es. "Warum dauert das so lange? Ich muss da durch". Habe ihm die Kettensäge gereicht, bin gegangen und habe den Dienst quittiert. Es brennt? Baum umgestürzt? Keller voller Wasser? Finger abgeschnitten? Helft euch selbst, ich mag nicht mehr...
Vereinswesen? über 400 Mitglieder. An ganzen 15 bleibt alles hängen wenn es um Feierlichkeiten geht. Und dann wird gemeckert. Warum man so lange warten muss, warum so wenige Bedienungen da sind. Oder warum xyz noch nicht fertig ist. Zum Meckern ist immer Zeit, zur Mitwirkung bleibt keine. Schliesslich kostet Netflix Geld, da zählt jede Minute. Danke, tschüss....