Laden...
Knetzgau
Einsatz

Altpapier fing Feuer in Knetzgau

In einem Entsorgungsbetrieb brach erneut ein Brand aus, der glücklicherweise glimpflich verlief. Niemand wurde verletzt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Im Freien wurde das brennende Altpapier abgelöscht. Christian Licha
Im Freien wurde das brennende Altpapier abgelöscht. Christian Licha
+4 Bilder

Erinnerungen an den Großbrand mit Millionenschaden vor knapp 13 Monaten wurden wach, als am Dienstagabend erneut die Feuerwehr zum Entsorgungsfachbetrieb Koppitz im Knetzgauer Industriegebiet alarmiert wurde. Es brannte wieder.

Gegen 21.45 Uhr ging bei der Integrierten Leitstelle Schweinfurt (ILS) ein Alarm der Brandmeldeanlage ein. "Vor Ort stellte sich heraus, dass im Aufnahmebunker für Altpapier ein Brand entstanden war", sagte der Knetzgauer Kommandant und Einsatzleiter Thomas Finger. Aufgrund der Einsatzlage wurden umgehend weitere Feuerwehren aus der Umgebung nachalarmiert.

Die automatische Schaumlöschanlage, mit der die nach dem Großbrand neu errichtete Sortieranlage ausgestattet ist, hatte den Entstehungsbrand bereits stark eingedämmt. Die Feuerwehren aus Knetzgau, Hainert, Westheim, Zell, Sand und Zeil, die mit rund 100 Einsatzkräften anrückten, löschten die Flammen endgültig ab. Mit einem Bagger wurden die knapp zehn Tonnen Altpapier zuvor aus dem Aufnahmebunker ins Freie gebracht. Danach wurden im Inneren des Bunkers auch die letzten Glutnester unschädlich gemacht. Unter Aufsicht der Feuerwehr wurde schließlich die Anlage leergefahren.

Thomas Jung, der kaufmännische Betriebsleiter der Firma Koppitz, zeigte sich froh, dass keine Personen zu Schaden gekommen sind. Ausdrücklich dankte Jung den eingesetzten Feuerwehren für ihre schnelles Eingreifen. Auch Kreisbrandrat Ralf Dressel, die Kreisbrandinspektoren Peter Pfaff und Georg Pfrang sowie weitere Führungsdienstgrade machten sich vor Ort ein Bild der Lage.

Neben einer Streife der Polizeiinspektion Haßfurt war auch das Rote Kreuz mit zwei Rettungswagen, einem Notarzt und dem Einsatzleiter Rettungsdienst am Einsatzort. Zusätzlich sicherte die Schnelleinsatzgruppe Transport 1 die Kollegen der Feuerwehr sanitätsdienstlich ab und die Schnelleinsatzgruppe Betreuung stellte den Einsatzkräften Kaltgetränke zur Verfügung. Wie Rot-Kreuz-Pressesprecher Michael Will mitteilte, war auch die Schnelleinsatzgruppe Verpflegung alarmiert, die die Essensverpflegung vorbereiten sollte. Aufgrund des mit rund vier Stunden nicht allzu langen Einsatzgeschehens wurde diese aber wieder abbestellt.

Wie Daniel Seeburg, Leiter der Polizei in Haßfurt, auf Anfrage mitteilte, löste nach derzeitigem Erkenntnisstand vermutlich ein defekter Lithium-Ionen-Akku den Brand aus. Der Schaden soll etwa 10 000 bis 20 000 Euro betragen.