Steak schmeckt wie im Restaurant - wenn du diesen Fehler beim Braten vermeidest

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Das perfekte Steak zu Hause braten - so geht es
Viele Steak-Liebhaber machen einen entscheidenden Fehler beim Braten.
Das perfekte Steak zu Hause braten - so geht es
Eduardo/AdobeStock (Symbol)

Wer Steak liebt, muss im Lokal mittlerweile meistens sehr viel Geld auf den Tisch legen. Wir verraten, wie du dein Rinderfilet, Entrecote & Co. zu Hause genauso hinbekommst.

Ein perfekt gebratenes Steak ist der Traum vieler Hobbyköche. Saftig, mit knuspriger Kruste und auf den Punkt gegart – so, wie man es aus guten Steakrestaurants kennt. Doch die Realität sieht oft anders aus: Das Fleisch ist außen zu dunkel und innen noch roh oder durchgegart und trocken. Der häufigste Fehler? Das Steak bleibt zu lange in der Pfanne und kommt nicht zum Nachziehen in den Backofen.

Viele Hobbyköche versuchen, ihr Steak ausschließlich in der Pfanne auf den gewünschten Gargrad zu bringen. Das Ergebnis: Die Oberfläche verbrennt, während das Innere noch nicht die richtige Temperatur erreicht hat. Die Lösung liegt in der Kombination aus scharfem Anbraten und sanftem Nachziehen im Ofen. Mit der richtigen Technik gelingt das perfekte Steak garantiert - ganz ohne Profikoch-Ausbildung. 

Drei Schritte zum perfekten Steak - vom Anbraten zum Nachziehen

Schritt 1: Das richtige Anbraten

Die Zauberformel für das perfekte Anbraten ist denkbar einfach: Die Dicke des Steaks in Zentimetern entspricht der Bratzeit in Minuten pro Seite bei höchster Temperatur. Ein 3 cm dickes Steak wird also exakt 3 Minuten von jeder Seite in der heißen Pfanne gebraten. So entsteht eine optimale Kruste, während das Innere noch blutig bleibt. Als Fett eignet sich am besten eine gute Menge Sonnenblumenöl - wer den Geschmack mag, kann auch Butterschmalz verwenden. Zur Pfannenwahl: Eine Grillpfanne ist ideal, da sie das typische Grillmuster erzeugt. Aber auch eine andere beschichtete Pfanne erfüllt ihren Zweck.

Schritt 2: Nachziehen im Backofen

Nach dem Anbraten kommt der entscheidende Schritt: Das Steak wird in Alufolie gewickelt und bei 110 Grad Heißluft in den Backofen gelegt. Die Alufolie verhindert, dass die Oberfläche austrocknet, während das Fleisch gleichmäßig durchgart. Währenddessen können in der noch heißen Pfanne zum Beispiel Zwiebeln gebraten und mit etwas Zucker karamellisiert werden, die gut zu jedem Steak passen. 

Schritt 3: Die richtige Kerntemperatur für jeden Gargrad

Ein Fleischthermometer ist unverzichtbar für das perfekte Steak. Regelmäßiges Überprüfen der Kerntemperatur garantiert das gewünschte Ergebnis:

  • Rare: 51°C – außen gebräunt, innen blutig und kühl
  • Medium Rare: 55°C – außen gebräunt, innen rot und warm
  • Medium: 58°C – außen gebräunt, innen rosa
  • Medium Well: 60°C – außen gebräunt, innen leicht rosa
  • Well Done: über 64°C – durchgebraten

Wichtig: Sobald die gewünschte Temperatur erreicht ist, sollte das Steak sofort aus dem Ofen genommen und serviert werden. Dazu passen zum Beispiel Kräuterbutter, gebratener Maiskolben, Salat und Kartoffel-Wedges. Allerdings sollte Steak laut neuesten Studien nicht täglich auf dem Teller liegen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Würzen - und wie erkenne ich ein gutes Steak beim Einkauf?

Beim Würzen scheiden sich die Geister. Gesalzen wird das Steak erst nach dem Braten, um zu verhindern, dass das Salz dem Fleisch Feuchtigkeit entzieht. Anders als viele Profiköche behaupten, darf das Steak aber durchaus vorher mariniert werden – zum Beispiel mit einer Kräuter- oder Paprika-Öl-Marinade. Einen weiteren üblichen Handgriff beim rohen Fleisch sollte man unbedingt vermeiden - er kann schwere Erkrankungen auslösen.

Köstliche Rezepte zum Nachkochen findest du auf unserem Rezepte-Portal "Fränkische Rezepte".

Wichtiger Hinweis: Die Marinade sollte selbst zubereitet oder frisch vom Metzger bezogen werden. So kann man beim Kauf beurteilen, wie gut das rohe Fleisch aussieht. Fertig mariniertes Fleisch aus dem Kühlregal verdeckt oft die tatsächliche Qualität. Ein gutes Steak erkennt man bereits im rohen Zustand:

  • Farbe: Saftig rotes Fleisch ohne graue Stellen
  • Marmorierung: Zarte Fettäderchen durchziehen das Fleisch gleichmäßig
  • Konsistenz: Das Fleisch fühlt sich fest an, nicht schwammig
  • Geruch: Frisches Fleisch riecht angenehm, niemals säuerlich

Die beliebtesten Steakarten und ihre Eigenschaften

Rumpsteak (Sirloin Steak)

Das Rumpsteak stammt aus dem hinteren Rückenbereich des Rinds. Es ist von einem feinen Fettrand umgeben und hat eine mittlere Marmorierung. Das Fleisch ist zart, saftig und hat ein kräftiges Rindfleischaroma. Ideal für alle Garstufen von Medium Rare bis Medium.

Entrecôte

Das Entrecôte ("zwischen der Rippe", französisch) wird aus dem vorderen Rücken geschnitten und ist stark marmoriert. Das charakteristische Fettauge in der Mitte macht es besonders saftig und aromatisch. Es gilt als eines der geschmacksintensivsten Steaks und eignet sich hervorragend für Medium-Zubereitung.

Filet Mignon (Filet Steak)

Das zarteste aller Steaks stammt aus dem Lendenbereich. Es ist nahezu fettfrei und hat eine butterweiche Konsistenz. Das Aroma ist milder als bei anderen Cuts. Perfekt für Rare bis Medium Rare, da es bei längerer Garzeit schnell trocken wird.

T-Bone Steak

Dieses imposante Steak vereint zwei Fleischsorten: Auf der einen Seite des T-förmigen Knochens befindet sich das Filetstück, auf der anderen ein Stück vom Roastbeef. Es bietet unterschiedliche Texturen und Geschmacksnuancen auf einem Teller. Aufgrund seiner Größe eignet es sich besonders gut für die Ofen-Methode.

Hüftsteak 

Aus der Hüfte geschnitten, ist dieses Steak magerer als andere Cuts, aber dennoch saftig und aromatisch. Es hat eine feste Struktur und eignet sich gut für Medium-Zubereitung. Preisgünstiger als Filet oder Rump Steak. 

Flank Steak

Dieser Zuschnitt aus dem Bauchlappen hat eine ausgeprägte Faserstruktur und wenig Fett. Es ist besonders aromatisch, sollte aber nicht über Medium hinaus gegart werden, da es sonst zäh wird. Nach dem Garen quer zur Faser aufschneiden.

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