Der Obst- und Gartenbauverein Hafenpreppach kümmert sich nicht nur um den Dorfbereich, sondern hat auch schon viele Flurdenkmäler erhalten. Nun ist mit der Neuausweisung des Waldlehrpfads ein weiterer Wurf gelungen.

Der Lehrpfad wurde von der Helmut-Riehl-Stiftung in den siebziger Jahren in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Ebern neu angelegt. Die Helmut-Riehl-Stiftung wurde vom Ehepaar Riehl ins Leben gerufen, nachdem ihr Sohn Helmut 1942 gefallen war. Das Ehepaar Riehl hatte 1938 das Rittergut Hafenpreppach übernommen und es nach dem Krieg für soziale Zwecke an das Bayerischen Roten Kreuz übereignet.

Von den ersten Holzschildern des Waldlehrpfads gibt es nur noch Fragmente und die Kunststoffschilder der Helmut-Riehl-Stiftung waren in der Zwischenzeit auch schon verblasst.
Wie der Erste Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins, Werner Treiber, am Sonntag mitteilte, hat sich der OGV schon vor zwei Jahren damit befasst, den Waldlehrpfad wieder mit Leben zu erfüllen.

Über 100 Stunden ehrenamtliche Arbeit und 1000 Euro steckte der Verein in das Projekt. Zusätzlich kamen noch über 50 Stunden von Guido Kaupert hinzu, der die 34 neuen Hinweisschilder, auf denen 28 heimische Baumarten beschrieben sind, gestaltete. Die Baumbestimmung unterstützten die Förster Wolfgang Meiners, Hermann Rabe und der Kreisfachberater für Gartenbau und Landespflege am Landratsamt, Guntram Ulsamer. Der ursprüngliche Text war auf einigen alten Schilder noch vorhanden, die unter anderem Dietmar Schneeweiß in den vergangenen Jahren sicherte.

Der Waldlehrpfad Hafenpreppach verläuft teilweise auf dem Burgen- und Schlösserwanderweg sowie auf den Europäischen Fernwanderwegen E3 und E6. Auf dem rund sechs Kilometer langen Rundwanderweg, an dem der bekannte Herthasee liegt, konnten sich die "Einweihungswanderer", darunter Bürgermeister Wolfram Thein und die OGV-Vorsitzende und Kreisverbandsmitglied für Gartenbau und Landespflege, Birgit Baier aus Ebern, von der Schönheit des Waldlehrpfads überzeugen.