Doch bis dahin musste er im Zentrum des Altweiberfaschings seinen Mann stehen. In diesem Jahr machten die Zeiler Hexen ernst: Sie kürten die Oberhexe zur Bürgermeisterkandidatin, die sich mit Stadelmann einen Wettbewerb lieferte. Dabei hatten sie eigentlich nichts an ihrem Stadtoberhaupt auszusetzen. Im Gegenteil: "So sexy wie der Stadelmann, dagegen kommen wir nicht an", gurrten sie. Allerdings sprachen sie ihm auch keine besonderen Fähigkeiten zu: "Babbeln könn' mer, des is' klar, außerdem haben wir mehr Haar."

Kampf um die Rathausmacht

Nunja, Stadelmann blieb die Gelegenheit, sich in den Spielen zu beweisen. Doch in der Disziplin "Brezen werfen" warf er meistens daneben. In der zweiten Spielrunde musste er bei den narrischen Weibern Hand anlegen und einen roten Wollfaden durch ihre Kleider fädeln. Stadelmann ließ es langsam angehen, die Oberhexe griff beherzter zu. Immerhin stieß das Stadtoberhaupt in der dritten Spielrunde mit einer in eine Nylonstrumpfhose gefädelten Orange "Projekte an" und bekam - obwohl er im letzten Spiel den Wortsalat nicht ordnen konnte - den Rathausschlüssel zurück.