Von wegen Beamer. Analoge Retro-Technik war bei der Zeitreise durch die vergangenen Jahre des CVJM Rentweinsdorf-Ebern angesagt. So beschrieb Martin Lang, Vorsitzender des CVJM, die technischen Gegebenheiten.
Stilecht ging es mit dem Diaprojektor zurück in die 80er-Jahre. Die Bilder vom Umbau des CVJM-Hauses riefen bei einigen Mitgliedern, die zum Jubiläum gekommen waren, Erinnerungen hervor. Vor allem führten sie noch einmal vor Augen, wie umfangreich und aufwendig das Projekt gewesen war.

Über 4000 Stunden Eigenleistung sind erbracht worden, 130 Menschen hatten sich ehrenamtlich eingebracht. Ohne die Unterstützung dieser Helfer hätte der Verein das Projekt nicht geschafft, betonte der Vorsitzende des CVJM Rentweinsdorf-Ebern.


Gemeinde bietet Unterstützung an

Segenswünsche der Kirchengemeinde überbrachte Pfarrer Hans Körner, Respekt zollte Bürgermeister Willi Sendelbeck (SPD): "25 Jahre, das ist schon ein Wort", lobte er die Jugendarbeit.

Aus Sicht der Gemeinde falle der CVJM auf, weil der Verein von sich aus bislang keine Mittel beantragt habe, abgesehen von einer Finanzspritze für den Umbau des Hauses und der üblichen Jugendförderung. Sendelbeck ermunterte die Verantwortlichen, sich bei Bedarf in Zukunft ruhig an die Gemeinde zu wenden.

Dankbarkeit und Freude prägten den Rückblick von Martin Lang. Er ging auf die von ihm beschriebene "Segenslinie Gottes" ein. "Mit Psalm 127 können wir sagen, dass der Herr das Haus gebaut hat. Es war nicht umsonst, dass wir vor 25 Jahren den mutigen Schritt getan haben." Trotz großer Herausforderungen und hoher finanzieller Belastungen habe der junge, ehrenamtlich geführte Verein die Generalsanierung geschultert und darüber hinaus die Jugendarbeit weiterentwickelt. Der CVJM könne das Haus unterhalten und sei schuldenfrei.

"Wir können einen Treffpunkt anbieten, an dem der Glaube an den lebendigen Gott weitergegeben wird", sagte Lang. Und er stellte heraus, dass nach wie vor Leben im Haus sei, dass es nicht leer stehe.

Der schlechte Zustand des alten Jugendheims und die wachsende CVJM-Arbeit hatten die damalige Vorstandschaft bewogen, das zuletzt als Kindergarten genutzte Gebäude zu erwerben. Nach vielen Gesprächen war im Oktober 1988 der Kaufvertrag unterzeichnet worden.


Für Familienfeiern genutzt

Mit dem ersten Arbeitseinsatz im Januar 1989 begannen die Vorarbeiten: Ausräumen, Entkernen, Putz von den Innenwänden abschlagen. In der eineinhalbjährigen Bauphase wurden die Räume grundlegend umgestaltet. Aber auch seit der Einweihung im Juli 1990 gab es immer wieder kleinere und größere Renovierungsarbeiten zu erledigen.

"Das CVJM-Haus ist mit seinen Möglichkeiten ein Teil von Gottes Segensgeschichte hier in Rentweinsdorf", sagte Lang mit Blick auf unzählige Veranstaltungen und Gruppenstunden in den vergangenen 25 Jahren. Nicht nur für die Jugendarbeit, auch für Familienfeiern, werde das Haus gut und gerne genutzt.