Die Ansiedlung neuer Betriebe hat der Markt Marktschorgast im Blick. In der Gemeinderatssitzung in der Turnhalle am Kapellenberg ging es um die verkehrsmäßige Erschließung des Gewerbegebiets an der Autobahn 9.

Wie Bürgermeister Marc Benker (CSU) aufzeigte, soll die bisher als Ring vorgesehene Erschließungsstraße nunmehr in zwei Stichstraßen aufgeteilt werden. Nachdem keine Grundzüge der Planung berührt werden, kann die Änderung des rechtskräftigen Bebauungsplans im vereinfachten Verfahren vorgenommen werden. Die Entwürfe liegen vom 16. November bis zum 18. Dezember im Rathaus zur Einsichtnahme aus.

Badesee: Hoffen auf Zuschuss

Der Markt bewirbt sich um eine Förderung im Rahmen des Programmes "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur". Der Bürgermeister stellte fest, dass die Bade-und Freizeitanlage am Goldbergsee mit dem angrenzenden Zeltplatz im Sommer eine beliebte Anlaufstelle für Jung und Alt ist. "Aufgrund der Pandemie musste der Zeltplatz heuer komplett geschlossen bleiben, da die veralteten Sanitäranlagen nicht mehr den hygienerechtlichen Anforderungen entsprechen."

Um den Anziehungspunkt für den Tourismus weiter ausbauen zu können, empfahl das Gemeindeoberhaupt, sich um Fördermittel zu bewerben. Dem, folgte das Gremium einstimmig.

Recht erfolgreich war die Marktgemeinde Marktschorgast beim "Stadtradeln" des Landkreises Kulmbach. Benker gab dazu bekannt, dass vom 5. bis 25. Juli von 1056 Radlern im Kreis sagenhafte 234 322 Kilometer zurückgelegt wurden. Aus Marktschorgast waren mit der Gemeinde, dem Biohof Greim und den Schimmels 25 Personen bei der Aktion dabei. Das Gemeinschaftsteam haben mit 7244 Kilometern den neunten Platz belegt. Gewonnen habe die Carl-von-Linde-Realschule Kulmbach mit 34 834 Kilometern. Beste Radler aus Marktschorgast seien Hans Tischhöfer (717,9 Kilometer), Günter Gaida (706) und Bernhard Schaller (696) gewesen.

Auf die Frage von Dieter Zeidler (SPD), ob die Maßnahme "barrierefreier Marktplatz" nunmehr abgeschlossen ist, entgegnete der Bürgermeister, dass in den letzten Tagen die Abnahme stattgefunden habe.

Weiter fragte Zeidler , ob bei den Überquerungen im Bereich der abgesenkten Bordsteine ein Halteverbot notwendig ist. Hier verwies Benker auf die Straßenverkehrsordnung, die in solchen Bereichen generell ein Halteverbot vorschreibe.

Daneben wollte der SPD-Gemeinderat noch wissen, ob die Marktgemeinde eine feste Homepage betreiben wolle. Dazu sind noch den Worten von Benker bereits Bemühungen im Gange. Derzeit würden die datenschutzrechtlichen Voraussetzungen geprüft.

Toni Nüssel (CSU) fragte nach, ob vom Konzert mit "Susal" bereits Zahlen vorliegen. Hier meinte der Bürgermeister, dass noch keine Aussage möglich sei, da noch nicht alle Rechnungen vorlägen.

Barrierefreier Zugang?

Heinrich Günther (FW) sprach den Bau der Überquerung am Bahnhof an. Er wollte wissen, ob im Rahmen eines Förderprogramms noch die Möglichkeit bestehe, einen barrierefreien Zugang mittels zweier Aufzüge zu schaffen.

Dazu verwies Marc Benker auf eine Videokonferenz mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer am Dienstag dieser Woche, die Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner auf sein Bitten hin organisiert hatte.

"Wir haben dem Minister die Angelegenheit nähergebracht. Ich war erfreut, dass ihm die Situation bereits bekannt war. Er will schauen, was er bei der Bahn für Marktschorgast erreichen kann", so der Bürgermeister abschließend. Rei.