Dass die Freiwillige Feuerwehr Nurn treue und damit langjährige Aktive in ihren Reihen hat, dies verdeutlichte die Hauptversammlung in der Gaststätte Deuerling. So wurden vier Kameraden für insgesamt 130 Jahre freiwilligen Dienst am Nächsten geehrt. Während Otto Förtsch (40 Jahre) und Markus Merkl (25 Jahre) mit dem staatlichen Ehrenzeichen in Gold beziehungsweise Silber ausgezeichnet wurden, erhielten Manfred Greser (45 Jahre) und sein Sohn Jörg (20 Jahre) eine Treueurkunde. In den Rückblicken kam immer wieder die Freude über das neue TSF (Tragkraftspritzen-Fahrzeug) zum Ausdruck. Einige Wochen nach der Segnung des Fahrzeugs wurde dieser Anlass im Mai des vergangenen Jahres mit einem dreitägigen Fest begangen.
Zu Beginn zeigte Feuerwehrvereins-Vorsitzender Reinhard Förtsch die im Berichtszeitraum stattgefundenen gesellschaftlichen Ereignisse, wie Florianstag, Johannifeuer, Wanderung oder Winterparty auf. Lob sprach er der großen Helferschar aus, die beim Feuerwehrfest im Einsatz war. Allerdings sei der teilweise schwache Besuch ein Wermutstropfen gewesen.
Kommandant Jörg Greser ließ noch einmal die Vorbereitungen, die Abholung und die offizielle Übergabe des neuen Fahrzeugs Revue passieren. Die Wehr, der 33 Aktive angehören, hätte zehn Einsätze zu verzeichnen gehabt, wobei rund 150 Einsatzstunden geleistet worden seien.
Nach der Besichtung der Wehr durch die Kreisbrandinspektion sei ein guter Ausbildungsstand, eine sehr gute Durchführung der Einsatzübung und ein guter Kameradschaftsgeist bestätigt worden. Erfreulich sei gewesen, dass eine Löschgruppe wieder eine Leistungsprüfung erfolgreich abgelegt habe und zahlreiche Kameraden an Lehrgängen teilgenommen hätten.
Da Jörg Greser bislang auch als Jugendwart fungierte, ging er auf die Aktivitäten des Nachwuchses ein. So hätten die Jugendlichen kontinuierlich an den Übungen der aktiven Mannschaft teilgenommen. Nachdem im vergangenen Jahr unter anderem eine Umweltaktion durchgeführt worden sei, werde heuer eine weitere Müllsammlung folgen. Er selbst werde nach 17 Jahren nun die Aufgabe in andere Hände geben. Allerdings war dies "nur" ein gewisser Wechsel im Hause "Greser", denn künftig wird seine Frau Julia Greser als Jugendwart fungieren. Ihr zur Seite steht Dominik Lunk.
Kassierer Josef Schuberth musste mitteilen, dass unter anderem wegen des Ausfalls des Teichfestes und der "Null-Nummer" beim Fest sowie eines Zuschusses für die Fahrzeug-Ausrüstung die Ausgaben überwogen. Die Gesamtfinanzsituation gebe aber keinen Grund zur Beunruhigung. Die Prüfer Jürgen Eckert und Ulrich Deuerling bescheinigten die korrekte Führung der Finanzen.


Wahlen vertagt

Eigentlich wären die turnusgemäßen Neuwahlen angestanden. Da Vorsitzender Reinhard Förtsch nicht mehr kandieren wollte, im Vorfeld aber kein Nachfolger gefunden wurde, werden diese Wahlen auf das nächste Jahr vertagt. Förtsch selbst wird noch ein weiteres Jahr an der Spitze bleiben. Ehrungen für langjährige Vereinszugehörigkeit wurden Albin Deuerling für 30 Jahre, Karlheinz Deuerling und Bernd Bednorz (je 25 Jahre) zuteil. Darüber hinaus erhielt Kommandant Jörg Greser für eine 20-jährige und Ehrenkommandant sowie 2. Vorsitzender Manfred Greser für eine bereits 45-jährige aktive Dienstzeit eine Treueurkunde.
Bürgermeister Gerhard Wunder und Kreisbrandinspektor (KBI) Hans-Ulrich Müller führten die Ehrungen für die Verdienste um das Feuerlöschwesen durch. So erhielt Otto Förtsch das staatliche Ehrenzeichen der Klasse 1 in Gold für eine 40-jährige Dienstzeit. Markus Merkl erhielt das Ehrenzeichen am Band der Klasse 2 in Silber des Staatsministeriums des Inneren für eine 25-jährige Dienstzeit.
Bürgermeister Gerhard Wunder zeigte die finanziellen Leistungen der Gemeinde für die Feuerwehren in der Großgemeinde auf. Er war sich sicher, dass die Anschaffung des neuen Fahrzeugs noch mehr Motivation bei der ohnehin gut funktionierenden Nurner Mannschaft erzeugt. KBI Hans-Ulrich Müller nannte die Feuerwehren als ein Stück Lebensqualität und zeigte deren inzwischen vielfältigen Aufgabenbereiche auf. hf