Ab Oktober dieses Jahres gibt es zwei neue Bachelor-Studiengänge an der Hochschule Coburg: Mit Sensorik und Zukunftstechnologien haben technikinteressierte junge Menschen ganz neue Möglichkeiten. Und auch ein Auslandsstudium lässt sich integrieren.

Maximilian Büttner schreibt gerade seine Bachelorarbeit im Studiengang Technische Physik. Er hat 2017 die internationale Variante "Engineering Physics" gewählt und das zweite Studienjahr an der Partnerhochschule in Shanghai verbracht. "Da wir in Coburg eine eher kleine Hochschule sind, sind die Betreuung der Studierenden und die Organisation des Auslandsjahres sehr gut." Mit seinen vielen Erfahrungen im Gepäck berät er gerne Studieninteressierte und rührt auch mal die Werbetrommel für die neuen Studiengänge.

Studiengang Sensorik: "Sensoren sind sozusagen die Sinnesorgane der Maschinen und aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken", beschreibt der Professor Wolfram Haupt die unsichtbaren Helfer. Man findet sie in Autos, Smartphones und Haushaltsgeräten. Auch in der Industrie 4.0 werden sie immer wichtiger und sind Bestandteil der intelligenten Fabrik. Darum war es ein logischer Schritt, einen eigenen Studiengang "Sensorik" anzubieten. Haupt ist Dekan und Studienfachberater der Fakultät Angewandte Naturwissenschaften.

"Der Studiengang Sensorik wird in Zusammenarbeit mit unserem stärksten Forschungsinstitut, dem Institut für Sensor- und Aktortechnik ISAT, angeboten, was den Studierenden viele Möglichkeiten bietet." Man kann zum Beispiel ab dem zweiten Semester als studentische Hilfskraft am ISAT an Forschungsprojekten mitwirken. "In den Projekten sieht man von Anfang an, was es bedeutet, wissenschaftlich zu arbeiten, und wie man mit Firmen und Industriepartnern kooperiert", bekräftigt Josefine Schlemmer. Sie ist Mitarbeiterin an der Fakultät und hat die neuen Studiengänge mitentwickelt. "Im Praxissemester und bei der Abschlussarbeit ist man jeweils in unterschiedlichen Unternehmen tätig. So bekommt man viele Einblicke und eine gute Orientierung für das spätere Berufsleben." Und da stehen Ingenieuren die Türen offen: in der Automobilindustrie, der Luftfahrttechnik, in der Medizintechnik und in der Lebensmittelindustrie.

Studiengang Zukunftstechnologien: "Bei diesem neuen Studiengang ist das Besondere, dass die jungen Leute sich ihren Studienplan individuell zusammenstellen können, ganz nach ihren Neigungen", erzählt Wolfram Haupt nicht ohne Stolz. "Im zweiten Semester findet ein Orientierungskolloquium statt. Da wählen die Studierenden aus, was sie in den Technologiewahlpflichtfächern machen möchten."

Haupt erklärt weiter: "Grundsätzlich können alle Fächer gewählt werden, die an der Hochschule Coburg und an unseren ausländischen Partnerhochschulen angeboten werden." Dafür, dass der rote Faden bei der Wahl der Fächer erkennbar bleibt, sorgt eine persönliche Beratung.

So können beispielsweise Mikrofluidik und Biosensorik, Photonik und Lasertechnik oder elektrochemische Energiespeicher, aber auch Fächer aus dem Maschinenbau, der Automobiltechnologie oder der Elektrotechnik kombiniert werden. Josefine Schlemmer ergänzt: "Die freie Fächerwahl bietet die einzigartige Möglichkeit, ein maßgeschneidertes Studium zu einem aktuell relevanten Thema aus der Technik zu ergreifen. Die Inhalte werden dabei in der Praxis vertieft."

Wenn Maximilian Büttner die Möglichkeit gehabt hätte, Zukunftstechnologien zu studieren, dann "hätte ich einen Management-Baustein für mich ausgewählt". Der Studiengang Zukunftstechnologien ist ideal für junge Menschen, die technisch vielseitig interessiert sind und gerne selbst entscheiden, welche Fachgebiete sie kennenlernen wollen. red