Julia Förner, Magdalena Landwehr und ihre jugendlichen Mitstreiterinnen bei    der DJK Brose Bamberg wissen ihr Talent als Basketballerinnen gut aufgehoben. Förderung erfahren sie im fast alltäglichen Vereinstraining, bei Lehrgängen bis hin zu den Nationalmannschaften und in diversen Ligaspielen. Das Fördern bedeutet in der Regel auch Fordern.
Und da stellt sich die Frage, ob die Verbands- und Ligen-Verantwortlichen nicht etwas das Augenmaß verloren haben oder schlicht die nötige Abstimmung fehlt. Bewährung ist gefordert von den U18-Basketballerinnen in der Mädchen-Bundesliga (WNBL), in der 1. oder 2. Liga sowie bei Lehrgängen und Spielen der Auswahlen - bestenfalls im Nationaltrikot. Nicht selten geht es aufs Abitur zu - üblicherweise nicht ganz stressfrei. Die Heimatvereine stehen im Regen in ihrem Streben, einen Ausgleich zu schaffen. Gänzlich gar, wenn es zu Terminkollisionen kommt. Fast zeitgleich ist die DJK Brose am Sonntag in der 2. Liga (gegen Keltern II) und im WNBL-Achtelfinale (in Dillingen) gefordert. Herschenken kann sie keine von beiden Partien. Wettbewerbsverzerrung ist möglich. Im Vorteil sind in den Damenligen etwa die Vereine, die mehr auf Profis setzen als auf Jugendarbeit. Das kann nicht sein, das ist des Guten zu viel. Die Verantwortlichen in Verband und Liga sind gefordert, wenn ihnen der Nachwuchs wirklich am Herzen liegt.