Die Polizei führt regelmäßig Geschwindigkeitskontrollen in Streitberg durch. Ihr Augenmerk gilt dabei Fahrern, welche das Tempo-50-Limit innerhalb der Ortsdurchfahrt auf der B 470 nicht beachten. Doch sie haben auch im Blick, wie schnell sich Mofas auf dem dafür zugelassenen Radweg bewegt. Das wurde einem 37-jährigen Sachsen zum Verhängnis, der seinerzeit in Muggendorf arbeitete.
War er sonst immer mit dem Rad dorthin gefahren, lieh er sich Mitte März ein Mofa, weil er nach einem Arbeitsunfall Schmerzen hatte. Doch das Kleinkraftrad war technisch verändert und fuhr in der Folge schneller als die erlaubten 25 Stundenkilometer. Auch das wäre noch kein Problem gewesen, hätte der Mann einen Führerschein besessen. Da die Verkehrspolizisten auch noch die kleinen Pupillen auffielen, kontrollierten sie ihn wegen des Verdachts von Drogenkonsums. Vor Richterin Silke Schneider gab er das auch unumwunden zu: Er habe Haschisch anstelle von Schmerzmitteln konsumiert.


90 Tagessätze

"Es wäre nichts passiert, wenn er nicht schneller als 25 Stundenkilometer gefahren wäre", machte Staatsanwältin Isabel Brzezicha deutlich. So aber stand viel für den Angeklagten auf dem Spiel, hatte er doch zwei Bewährungen offen. Die Staatsanwältin hielt ihm sein Geständnis zugute und auch, dass er nur eine kurze Strecke gefahren war und dabei niemanden gefährdet habe. 120 Tagessätze hielt sie für angemessen. Die Spruchrichterin urteilte noch milder und verhängte 90 Tagessätze à 15 Euro.