50 Wallfahrer haben sich auf zum Heiligen Berg der Franken gemacht. Rund 35 Kilometer Fußmarsch waren zu bewältigen, die alle geschafft haben. Dazu wurde unter dem brandaktuellen Motto "Frieden" gebetet, meditiert und gesungen. "Wir sind froh, nach zwei Jahren Zwangspause wegen Corona wieder auf den Kreuzberg wallen zu können", sagt Wallfahrtsleiterin Gisela Leber, "auch wenn wir die Wallfahrt heuer wegen Corona noch nicht in der gewohnten Form durchführen konnten."

So gab es auf dem Kreuzberg auch keine Übernachtung. Ein Bus holte die Wallfahrer - Kinder, Jugendliche und Erwachsene - am Abend vom Kreuzberg wieder ab. Dafür gab es zum Wallfahrtsausklang am nächsten Morgen einen gemeinsamen Gottesdienst im Euerdorfer Pfarrgarten. Nach dem Gottesdienst fand die Versammlung der Kreuzbruderschaft statt, in der die Verteuerung der Übernachtungspreise auf dem Kreuzberg für Wallfahrer kontrovers diskutiert wurde. Einerseits sollte die Tradition der zweitägigen Wallfahrt, die seit 1796 gepflegt wird, aufrechterhalten werden. Dem entgegen stehen immens gestiegene Preise für die Unterkunft, gerade wenn mehrköpfige Familien an der Wallfahrt teilnehmen möchten. Auch im nächsten Jahr soll die Wallfahrt wieder stattfinden, denn neben dem Glaubensaspekt spielt auch die Gemeinschaft für die Wallfahrtsleiterin eine wichtige Rolle: "Wir sind alle gemeinsam auf dem Weg. Es ist schön, wie sich jeder einbringt, damit eine solche Wallfahrt gelingt. Es wird gemeinsam gebetet, meditiert und gesungen. Aber wir wollen auch diese Gemeinschaft pflegen, aufeinander zugehen und aufeinander achten."