Die Wertschätzung von Lebensmitteln ist ein zentraler Inhalt des Unterrichts an der Fachschule für Ernährung und Versorgung am Münnerstädter Berufsbildungszentrum. Das betont Oberstudiendirektor Georg Gißler auf Anfrage dieser Zeitung. Es werde darauf geachtet, dass erst gar keine überflüssigen Lebensmittel entstehen.

Georg Gißler erläutert, dass es schon immer Prinzip gewesen sei, nur die Lebensmittel zu bestellen, die auch verwertet werden können. Bleibt trotzdem etwas im Hauswirtschaftsunterricht übrig, wird es den Schülern und Schülerinnen mit nach Hause gegeben. Oder überschüssige Ware wird weiterverwendet, um den angehenden Hauswirtschafterinnen zu vermitteln, wie Lebensmittel konserviert werden können.

Doch nicht nur die Fachschule beschäftige sich damit, so Gißler. Das Wertschätzen von Lebensmitteln sei Thema in allen Schulen des Berufsbildungszentrums.

So erinnert er daran, dass bei einem Aktionstag im vergangenen Jahr anlässlich der Fridays for Future-Bewegung die Schule sich mit der Frage auseinandergesetzt habe, was alles der Umwelt schadet. Dabei wurde auch auf das Verschwenden von Nahrungsmitteln eingegangen.

Georg Gißler glaubt, dass es gerade am Berufsbildungszentrum bei vielen jungen Leuten eine hohe Affinität zu diesem Thema gebe und das Bewusstsein für den Wert von Nahrungsmitteln vorherrsche.