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Erlangen
Kommunalpolitik

"Wir für Erlangen" tritt an

Neben den bisherigen Stadtratsfraktionen hat sich eine weitere kommunalpolitische Gruppe mit dem Namen "Wir für Erlangen" gebildet. Gründungsvorstände sind Volker Leiste, Maximilian Kunkel und Christo...
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Neben den bisherigen Stadtratsfraktionen hat sich eine weitere kommunalpolitische Gruppe mit dem Namen "Wir für Erlangen" gebildet. Gründungsvorstände sind Volker Leiste, Maximilian Kunkel und Christoph Stollberg aus Erlangen.

"Wir wollen als parteilich ungebundene Vereinigung uns kommunalpolitisch einbringen, weil wir bei den klassischen Parteien im Kommunalwahlkampf bestimmte Themen nicht angemessen vertreten sehen oder unter Vorgaben von übergeordneten Parteiprogrammen stehen", so Leiste, der in der Gründungsversammlung als Erster Vorsitzender gewählt wurde. "Wir für Erlangen" sieht sich als moderne wirtschaftsliberale-bürgerliche Alternative zu den festgefahrenen Parteiprogrammen der etablierten Parteien.

Man müsse Wohnungs-, Wirtschafts-, Verkehrs- und Umweltthemen in Erlangen praxistauglich zusammenführen und nicht unter ideologischen Rahmenbedingungen sehen, heißt es in einer Mitteilung. Kommunalpolitische Wohltaten kosten Geld und das muss auch erst erwirtschaftet werden. "Wir müssen den Kuchen auch backen und können nicht nur von seiner Verteilung träumen", so Leiste.

Die Gruppe beklagt dass viel geredet werde, aber wirksame Taten dann so gut wie nicht erfolgtn. "Wir können beispielsweise nicht populistisch einen Klimanotstand für Erlangen ausrufen, aber riesige Menge am Bäumen fällen, die letzten Äcker unter dem Beton von Neubaugebieten im Stadtgebiet verschwinden lassen und innerstädtische Gärten im Rahmen von Nachverdichtungen vernichten."

Zu den Zielvorstellungen der Gruppe gehört u. a., dass sie ein grenzenloses Städtewachstum als falschen Weg sieht. Städtebauliche Entwicklungen sollten nur noch auf Industriebrachen im Stadtgebiet bzw. durch die Umwandlung von Industrieflächen stattfinden. Die Verkehrsprobleme von Erlangen erforderten das beste kommunale Verkehrssystem - ohne Festlegung auf nur eine einzige technische Lösung.

"Wir für Erlangen" plant in den nächsten Monaten, die Vorstellungen der Gruppe bekannt zu machen und auf die Reaktionen aus der Bevölkerung und auch der Wirtschaft zu warten. Erst danach, wolle man eine Kandidatenliste für die Stadtratswahl 2020 aufstellen. red