Ein beträchtlicher Teil des über 4500 Hektar großen Gebiets der Marktgemeinde Wiesenttal steht unter Landschaftsschutz oder gehört zu anderen Naturschutzzonen. Davon wird die kommunale Bauleitplanung und auch einzelne Vorhaben tangiert.
Bei der Abwägung dürfen die Belange der Natur nicht unbeachtet bleiben. Das trifft auf die Bauleitplanung für die Modernisierung der Nützelmühle in Draisendorf, dem nördlichsten Gemeindeteil, zu.


Reithalle geplant

Mehrfach befasste sich der Marktgemeinderat schon damit. Nachdem die jüngsten Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange abgearbeitet sind, beschloss der Markt in der jüngsten Sitzung den Bebauungsplan als Satzung.
Keine Probleme dieser Art gab es bei einer Bauvoranfrage aus Engelhardsberg. Dort will der betreffende Bauwerber eine Reithalle und für die Pferdehaltung notwendige Nebengebäude errichten.
Da dem Markt die Förderung des Tourismus am Herzen liegt, signalisierte er sein Einvernehmen - wenn der Bauantrag eingereicht wird. Das oft steile bebaute Gelände, vor allem in den Hauptorten, macht es schwierig, die nötigen Parkflächen auf den Grundstücken einzurichten.
Besonders betroffen sind davon die Anwohner am Streitberger Berg und in der Burgleite. Für sie konnte die Kommune nun eine Verbesserung der Parksituation schaffen. Durch einen Grundstückstausch mit der Bayerischen Immobilienverwaltung erwarb sie eine Fläche aus dem Gelände des ehemaligen Streitberger Forsthauses. Daraus sollen Parkplätze werden, die die Kommune dann an interessierte Anwohner vermietet. Der Bauausschuss schaut sich vor Ort um, um die genaue Realisierung festzulegen.


Mehr Kooperation gewünscht

Die Wiesenttaler Ratsmitglieder wollen sich gut auf die Vollversammlung der zwölf ILE-Gemeinden "Fränkische Schweiz aktiv" am 19. Juli in Ebermannstadt vorbereiten. Deshalb haben sie sich im Vorfeld zu einem Brainstorming verabredet. Der Finanz- und Tourismusausschuss sollen die für Wiesenttal besonders relevanten Themen zusammentragen.
Die Marktgemeinde ist an einer engen Zusammenarbeit mit den Nachbarorten nicht nur auf dem Gebiet des Fremdenverkehrs interessiert. Bürgermeister Helmut Taut (FW) sieht noch weitere Bereiche als die Trinkwasserversorgung. Hier arbeitet Wiesenttal schon mit den Stadtwerken Ebermannstadt zusammen.