Marion Krüger-Hundrup

Das "Kirchenasyl" am Stephansberg ist beendet: Ab Samstag, 16. Juli, können wieder Gottesdienste in der St.-Elisabeth-Kirche im Sand gefeiert werden. Während der Sanierungsphase dieser Kirche musste die Gemeinde in die Schulkapelle des E.T.A.-Hoffmann-Gymnasiums ausweichen.
Pfarrer Hans Lyer, der die Gottesdienstgemeinde von St. Elisabeth betreut, ist froh, dass die Stadt Bamberg als Eigentümerin und die Dompfarrei als liturgisch Verantwortliche der Kirche die Nutzungsvereinbarung unterschrieben haben. "Mit unserer Rückkehr ergibt sich die Gelegenheit, dass wir uns mit den Entwürfen für die geplanten Kirchenfenster für St. Elisabeth auseinandersetzen können", sagt Lyer. Die mittlerweile dort ausgestellten Entwürfe von Markus Lüpertz könnten so auch immer wieder Gegenstand der gottesdienstlichen Verkündigung sein.
Darüber hinaus sollen nach den Worten des Pfarrers Führungen und Vorträge das Projekt "Kirchenfenster" begleiten: "So ein Dialog zwischen Kunst und Glaube entlang der Entwürfe wird wichtig sein", betont Hans Lyer. Das theologisch-spirituelle Konzept für die geplanten Fenster - Werke der Barmherzigkeit und Szenen aus dem Leben der heiligen Elisabeth - könne jetzt bildhaft betrachtet und meditiert werden.
Die kleine Kirche im Sand werde aber weiterhin in erster Linie ein Ort gottesdienstlicher Versammlung einer Gemeinde sein, die miteinander Eucharistie feiert. Und die in ihrem Leben frage, wie heute Christsein gelebt werden könne. Die erste Messe nach der Wiedereröffnung beginnt am Samstag um 18.30 Uhr. Danach steigt im "Sandschlößla" (gegenüber der St.-Elisabeth-Kirche) ein Gemeindefest.