Was lange währt, wird endlich gut: Viel Lob wurde verteilt, als - coronabedingt ein Jahr später als geplant - im Foyer der Naturbühne bei einem Ehrungsnachmittag der Gemeinde langjährige Kommunalpolitiker gebührend gewürdigt, ausgezeichnet und verabschiedet wurden. Mit der Ernennung von Werner Diersch zum "Altbürgermeister" begann Bürgermeister Herwig Neumann den Ehrungsreigen.

Eingefangen durch die Liebe, hat Werner Diersch 1980 in Trebgast eine neue Heimat gefunden, und nicht nur sein Faible für die Kommunalpolitik entdeckt, sondern sich auch in vielen Vereinen gleich gut eingebracht. 1990 mit 34 Jahren in den Gemeinderat gewählt, wurde er 2002 Zweiter und 2008 Erster Bürgermeister. "Die Wiederwahl 2014 war nicht nur eine Bestätigung für deine Arbeit, sondern auch für deine Menschlichkeit", erkannte Herwig Neumann an. "Ich habe Dich nie als Griesgram erlebt. Auch wenn es manchmal andere Meinungen gab: Du hast einen Gemeinderat geführt, der zusammengearbeitet hat, um das Beste für die Gemeinde zu erreichen."

Landrat Klaus-Peter Söllner bezeichnete Werner Diersch als einen lieben und liebenswerten Kollegen mit einem sonnigen Gemüt. Und, angesichts der weiteren anwesenden Altbürgermeister Oskar Eichner und Siegfried Küspert: "Ich wüsste auf Anhieb nicht, ob es im Landkreis noch einmal drei solche jugendlichen Altbürgermeister gibt. Der Bürgermeisterposten in Trebgast muss wie ein Jungbrunnen wirken."

Nach 24 Jahren Mitarbeit im Gemeinderat wurden Albert Kolb, Emil Lauterbach und Manfred Reitmeier mit der Bürgermedaille ausgezeichnet. Albert Kolb wurde 1996 in den Gemeinderat gewählt und gehört ihm noch heute an. Von 2008 bis 2020 war er Zweiter Bürgermeister. Bürgermeister Herwig Neumann bezeichnete ihn als "Mann des Kompromisses", der immer nach Lösungen sucht und auch findet.

Nach 24-jähriger Tätigkeit im Gremium ist Emil Lauterbach 2020 aus dem Gemeinderat ausgeschieden. "Vor allem, wenn es um bauliche Angelegenheiten ging, warst du eine starke Stütze. Das hat der Gemeinde einiges erspart", lobte Herwig Neumann.

Nicht nur bei den monatlichen Sitzungen war Manfred Reitmeier 24 Jahre lang anwesend. Das Rathaus war lange Jahre auch sein Arbeitsplatz. Nicht zuletzt durch deine Tätigkeit als Wasserwart kennst du jeden Kanaldeckel und -schacht in der Gemeinde", würdigte Herwig Neumann Reitmeiers Sachverstand.

Helmut Küfner, ein weiteres Urgestein, war 18 Jahre Mitglied des Gemeinderates. "Wir hätten dich gerne noch etwas länger dabei gehabt", bekannte Herwig Neumann. Nach 12 Jahren wurde Mark Ständner aus dem Gremium verabschiedet. "Er hatte vor Jahren die Idee zur Verleihung einer Bürgermedaille", erinnerte Herwig Neumann.

Landrat Klaus Peter Söllner überreichte zudem im Auftrag des Innenministers an Herwig Neumann, Helmut Küfner und Günter Teufel Dankesurkunden für langjähriges verdienstvolles Wirken in der kommunalen Selbstverwaltung. hd