Welche Kriterien sollen zugrunde gelegt werden bei der Vergabe der 22 Bauplätze für private Bauherren im neuen Baugebiet Schlossleite? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Bauausschuss in Viereth-Trunstadt.

Gemeinderat Tim Baum stellte in der Gemeinderatssitzung den ausgearbeiteten Entwurf eines "Einheimischenmodells" vor, mit dem vorrangig der Wohnbedarf der ortsansässigen Bevölkerung gedeckt werden soll. Da man aber auch auswärtigen Interessenten eine Kaufmöglichkeit einräumen will, wurde ein Punkteplan entwickelt, für den sowohl durch ortsbezogene Kriterien (Wohnsitz, Arbeitsplatz, ehrenamtliche Tätigkeit) als auch sozialbezogene Kriterien (Familienstand, Pflege- und Behinderungsgrade, Mitgliedschaft in einem Verein oder einer gemeinnützigen Organisation) Punkte gesammelt werden können, um die Kaufmöglichkeit zu erhöhen.

Um das Bauprojekt voranzubringen, mussten die Stellungnahmen der Behörden sowie der Öffentlichkeit geprüft und abgewogen werden. Jörg Meier von der Ingenieuraktiengesellschaft Höhnen & Partner aus Bamberg gab in der Gemeinderatssitzung einen Einblick in die aufgekommenen Fragen im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben. Besteht überhaupt Bedarf? Wird das Landschaftsbild verändert? Müssen Privatgrundstücke abgetreten werden? Entsteht eine Wertminderung von Bestandsgrundstücken? Wird die Kelleranlage in Mitleidenschaft gezogen? Wird es Mehrbelastung durch Verkehrslärm geben? Da das Projekt bereits sehr lange und intensiv vorbereitet und viele mögliche Konfliktpunkte berücksichtigt wurden, konnten die meisten Bedenken im Ausschuss aber schnell ausgeräumt werden.

Gremium hält an Dachterasse fest

Der Beginn des Pfarrheimumbaus samt Anbau eines barrierefreien Saales in Trunstadt ist für Anfang September 2021 geplant, die Ausschreibungen sollen im Frühjahr stattfinden. Die Zusage für die Fördergelder liegt bereits vor. In einer vorherigen Gemeinderatssitzung hatte die Idee für eine Dachterrasse große Zustimmung gefunden. Umso mehr wurde Bedauern geäußert, als Bürgermeisterin Regina Wohlpart mitteilte, dass diese nun durch ein Flachdach ersetzt werden soll. Ein notwendiges Geländer könne eventuell nicht mit dem Denkmalschutz in Einklang gebracht werden. Da der Gemeinderat die Dachterrasse aber weiterverfolgen möchte, sollen nun Lösungen ausgearbeitet werden, um dem Denkmalschutz zu genügen.

Geschäftsstellenleiter Gerd Franke erläuterte die Notwendigkeit einer Be- und Entlüftungsanlage. Obwohl durch die große Fensterfront gute Lüftungsmöglichkeiten bestehen, stellen sich coronabedingt höhere Anforderungen. Mögliche Fördermittel sollen deshalb auch hierfür geprüft werden.

Der Um- und Anbau am Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Viereth kann ebenfalls weitergehen. Der Gemeinderat stimmte der Vergabe der Elektroanlage an die Firma Bär Elektrotechnik in Bamberg sowie der Heizungsanlage an die Firma Lindner Heizungsbau in Trunstadt zu.